Zinsprognose der Deutschen Bank für die Türkei
Die deutsche Deutsche Bank hat ihre Erwartung für den Leitzins der türkischen Zentralbank (TCMB) von 40 Prozent, die zuvor für die Zeit nach den Wahlen im März 2024 prognostiziert wurde, vorgezogen.
Die Deutsche Bank-Ökonomen Yiğit Onay und Christian Wietoska erklärten, dass sie angesichts der zunehmenden geopolitischen Risiken und deren möglicher Auswirkungen auf die Inflations- und Zahlungsbilanzdynamik der Türkei ihre Prognosen zum geldpolitischen Ausblick aktualisiert haben. Sie erwarten nun Zinserhöhungen der TCMB um jeweils 250 Basispunkte in den Monaten November und Dezember.
Laut einer heute veröffentlichten Notiz erwarten die Ökonomen bei der Sitzung des geldpolitischen Ausschusses in der kommenden Woche eine Zinserhöhung der TCMB um 500 Basispunkte.
Wie Bloomberg berichtet, halten die Ökonomen an ihrer Ansicht fest, dass die Zinserhöhungen bei einem einwöchigen Repo-Zinssatz von 40 Prozent enden werden, gehen jedoch davon aus, dass dieses Niveau früher als bisher angenommen, nämlich bereits zum Jahresende, erreicht wird.
Das Institut hatte zuvor prognostiziert, dass das endgültige Leitzinsniveau von 40 Prozent nach den Kommunalwahlen im zweiten Quartal 2024 erreicht werden würde.
In der Notiz wurde zum Ausdruck gebracht, dass eine solche Politik „besser mit den Zielen vereinbar sei, die Inflationserwartungen unter Kontrolle zu bringen, die Wirtschaft auf einen nachhaltigen Pfad zu führen und die Glaubwürdigkeit der Zentralbank zu stärken“.
Nachrichtenquelle: 12punto
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