Droht der Telekommunikationsbranche in der Türkei eine Krise? Hier sind zwei große Probleme!
Der elektronische Kommunikationssektor der Türkei verliert aufgrund von geringem Wettbewerb und unzureichenden Investitionen an Wachstumsdynamik. Während die inflationsbereinigten Einnahmen stagnieren, gehen Investitionen in die Glasfaserinfrastruktur und die Marktwerte zurück. TELKODER betont, dass dringende Maßnahmen für eine nachhaltige Entwicklung des Sektors erforderlich sind.
Zu Beginn des Jahres 2025 hat der elektronische Kommunikationssektor in der Türkei seine Wachstumsdynamik verloren. Während die inflationsbereinigten Brancheneinnahmen seit 22 Jahren stagnieren, bewegen sich die Marktanteile alternativer Betreiber auf einem niedrigen Niveau. Die Investitionen in die Glasfaserinfrastruktur bleiben unzureichend, während der gesamte Marktwert des Sektors rapide sinkt.
Reale Einnahmen steigen seit 22 Jahren nicht
Der Branchenumsatz, der im Jahr 2003 bei 14,98 Milliarden TL lag, erreichte Ende 2023 224,54 Milliarden TL. Inflationsbereinigt blieb dieser Wert jedoch bei 14,79 Milliarden TL. Im dritten Quartal 2024 wurde das reale Einkommen auf 4,5 Milliarden TL berechnet. Halil Nadir Teberci, Vorstandsvorsitzender von TELKODER, erklärte: "Ein Wachstum auf realer Basis kann nicht erzielt werden. Die Steigerung des Wettbewerbs und die Erhöhung des Marktanteils alternativer Betreiber sind von entscheidender Bedeutung."
Türkei liegt weit hinter Europa zurück
Der Marktanteil alternativer Betreiber wurde im dritten Quartal 2024 mit nur 8,89 Prozent verzeichnet. Während dieser Wert in Europa auf 50 bis 60 Prozent ansteigt, müssen in der Türkei neue Regulierungen umgesetzt werden, um den Wettbewerb zu fördern. Teberci fügte hinzu: "Damit alternative Betreiber wachsen können, müssen die Anreizmechanismen überprüft werden."
Marktwert der Telekom-Giganten geschmolzen
Der gesamte Marktwert der beiden großen Betreiber im Sektor sank von 22,90 Milliarden Dollar im Jahr 2008 auf 10,15 Milliarden Dollar Ende 2024. Dieser Rückgang beeinträchtigt das Vertrauen der Investoren negativ und verlangsamt die Investitionen im Sektor.
Glasfaser-Infrastrukturinvestitionen hinter den Erwartungen
Die Länge der Glasfaserinfrastruktur, die im zweiten Quartal 2024 bei 576.569 km lag, erreichte Ende des dritten Quartals 588.148 km. Die Glasfaser-Internet-Abonnentenquote blieb jedoch bei nur 7,91 Prozent. TELKODER weist darauf hin, dass die Beschleunigung der Investitionen in die Glasfaserinfrastruktur für den Digitalisierungsprozess der Türkei von entscheidender Bedeutung ist.
Festnetztelefonie fast vollständig verschwunden
Während im Jahr 2009 17,4 Prozent des gesamten Sprachverkehrs über Festnetzanschlüsse abgewickelt wurden, sank dieser Anteil im dritten Quartal 2024 auf 1,54 Prozent. Während die Nutzer weiterhin auf Mobilfunkbetreiber umsteigen, ist die Nutzung von Festnetzanschlüssen nahezu vollständig verschwunden.
Kommunikationsausgaben steigen
Die jährlichen Ausgaben einer vierköpfigen Familie für Mobilfunk-, Festnetz- und Breitbanddienste sind auf 17.166,40 Lira gestiegen. Von diesem Betrag entfallen 3.961,48 Lira auf Steuern. Während die Kommunikationskosten für die Nutzer steigen, fällt die hohe Steuerlast auf.
Keine konkreten Schritte bei Rechenzentren und Internetknotenpunkten
Das Jahresprogramm der Präsidentschaft für 2025 enthält Ziele für die Einrichtung von Internetknotenpunkten und die Festlegung von Standards für Rechenzentren. Seit 2019 wurden jedoch in diesem Bereich keine konkreten Fortschritte erzielt. TELKODER fordert: "Um die Daten unseres Landes lokal zu halten und die Kosten zu senken, müssen Investitionen in Rechenzentren beschleunigt werden."
Zukunft des Sektors gefährdet
Der elektronische Kommunikationssektor in der Türkei wächst nicht nur nicht, sondern geht aufgrund unzureichenden Wettbewerbs und mangelnder Investitionen weiter zurück. Der Bericht von TELKODER macht deutlich, dass dringende Maßnahmen für die Nachhaltigkeit des Sektors ergriffen werden müssen.
Nachrichtenquelle: Netizen Global
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