Dilan Polat gibt erstes Interview nach ihrer Haftentlassung: 'Ich bin nicht die Erste, die sich Dollar auf den Kopf steckt'
Dilan Polat, gegen die wegen Forderungen von bis zu 40 Jahren Haft ermittelt wird und die nach 10 Monaten aus der Haft entlassen wurde, hat ihr erstes Interview gegeben. Polat erklärte, sie habe im Gefängnis ihre Fehler erkannt und sagte: "Ich habe Beiträge geteilt, die die sensiblen Punkte der Gesellschaft ignoriert haben; ich werde in Zukunft besonnener sein."
Dilan Polat, gegen die wegen "Bildung einer kriminellen Vereinigung", "Geldwäsche aus Straftaten" und "Verstoß gegen das Wettgesetz" ermittelt wird, sprach nach ihrer Entlassung mit der Zeitung Sabah. Polat äußerte, dass sie während des Prozesses mit unberechtigten Anschuldigungen und einer Lynchstimmung in der Öffentlichkeit konfrontiert war.
''ES BEGANN EINE LYNCHSTIMMUNG IN DER ÖFFENTLICHKEIT''
Dilan Polat erklärte, dass eine Lynchkampagne gegen sie in der Öffentlichkeit begonnen habe und sie in diesem Prozess kein Gehör gefunden hätten. "Während jeden Tag neue Behauptungen aufgestellt wurden, wurden die Beweise, die für uns sprachen, ignoriert", sagte Polat und fügte hinzu, dass die Öffentlichkeit bereits falsch gelenkt wurde, bevor überhaupt eine Anklageschrift erstellt worden war. "Ohne Beweise wurden Vorwürfe wegen 'Geldwäsche' und 'Wetten' erhoben, aber niemand fragte: 'Wo sind die Belege?'", sagte sie.

''WIR WURDEN OPFER DER INTERAKTION''
Polat betonte, dass die Unschuldsvermutung von den Medien verletzt wurde und sagte: "Um der Einschaltquoten willen wurden wir in den sozialen Medien und den traditionellen Medien für schuldig erklärt. Während für die Ermittlungen eine Geheimhaltungspflicht bestand, haben sie uns ohne Beweise ins Visier genommen." Polat unterstrich zudem, dass die Berichterstattung auf haltlosen Anzeigen und falschen Aussagen von Verurteilten basierte.

''ICH HABE DIE SENSIBILITÄTEN DER GESELLSCHAFT IGNORIERT''
Polat erklärte, dass sie sich während ihrer Tage im Gefängnis mit sich selbst auseinandergesetzt habe. Sie räumte ein, Beiträge geteilt zu haben, die die sensiblen Punkte der Gesellschaft unbewusst ignorierten, und sagte:
“Ich habe bemerkt, dass meine Beiträge aus dem Zusammenhang gerissen und um der Einschaltquoten willen böswillig dargestellt wurden. Ich werde in Zukunft vorsichtigere und besonnenere Inhalte teilen."
''ICH BIN NICHT DIE ERSTE, DIE SICH DOLLAR AUF DEN KOPF STECKT''
Polat ging auch auf ihre in den sozialen Medien am meisten kritisierten Beiträge ein, in denen sie sich Dollar auf den Kopf steckte und ihren Reichtum zur Schau stellte: "Ich bin nicht die Erste auf der Welt, die sich Dollar auf den Kopf steckt oder Rosen von ihrem Ehemann bekommt. Und diese Dollar waren ohnehin gefälscht", sagte sie. Polat erklärte, dass ihre Beiträge aufgrund der wirtschaftlichen Schwierigkeiten in der Gesellschaft auf negative Reaktionen stießen, und fügte hinzu: "Ich werde mich sensibler und vorsichtiger verhalten."

''DIE UNSCHULDSVERMUTUNG WURDE VERLETZT''
Polat teilte auch ein wichtiges Detail zum Gerichtsverfahren mit. In dem 908-seitigen Prüfbericht, der vom Finanzministerium erstellt wurde, wurde unterstrichen, dass die Polat-Unternehmensgruppe ein Familienunternehmen sei und keine Organisation, die zur Begehung von Straftaten gegründet wurde. In dem Bericht wurde klar zum Ausdruck gebracht, dass bei den durchgeführten Transaktionen keine Straftatbestände vorlägen.
''SOZIALE MEDIEN SIND ZU EINEM GROSSEN OPERATIVEN WERKZEUG GEWORDEN''
Polat erklärte, dass die sozialen Medien um der Einschaltquoten und Interaktionen willen zu einem großen operativen Werkzeug geworden seien und dass die Gerechtigkeit diesem Wunsch nach Interaktion geopfert worden sei. "Die Gerechtigkeit hat dazu geführt, dass wir in den sozialen Medien gelyncht wurden, wobei die Unschuldsvermutung völlig ignoriert wurde", sagte sie.
Nachrichtenquelle: 12punto
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