Reaktion der DEM-Partei auf „Einflussagentur“: Jeder kann eines Tages zum Terroristen werden
Das 9. Justizpaket, in der Öffentlichkeit als „Einflussagentur“ bekannt, stößt weiterhin auf Kritik. Die Abgeordnete der DEM-Partei für Erzurum, Meral Danış Beştaş, erklärte auf einer Pressekonferenz im Parlament zu dem Justizpaket: „In der Türkei kann jeder eines Tages zum Terroristen werden. Nun werden wohl zwei Drittel derjenigen, die keine Terroristen sind, durch die Regelung zur Einflussagentur als Agenten eingestuft werden.“
Die Abgeordnete der Partei für Gleichheit und Demokratie (DEM-Partei) für Erzurum, Meral Danış Beştaş, bewertete das „9. Justizpaket“.
„DIEJENIGEN, DIE KEINE TERRORISTEN SIND, WERDEN ALS AGENTEN EINGESTUFT“
Beştaş ging auch auf das Thema „Einflussagentur“ ein und äußerte: „In der Türkei kann jeder eines Tages zum Terroristen werden. Nun werden wohl zwei Drittel derjenigen, die keine Terroristen sind, durch die Regelung zur Einflussagentur als Agenten eingestuft werden. Ich sage es in Anführungszeichen: Das Land wird vor lauter Agenten und Terroristen nicht mehr zu betreten sein“.
Beştaş betonte, dass jedes Justizpaket „Beton auf Freiheiten, Menschenrechte und das Recht gießt“ und sagte: „Es ist nicht gut gemeint, die Einflussagentur auf die Tagesordnung zu setzen, während noch über die Rechtswidrigkeiten des 8. Justizpakets diskutiert wird“.
Beştaş wies darauf hin, dass Frauen durch die Regelung ihre Geburtsnamen nicht mehr allein führen dürften, und erinnerte an das Urteil des Verfassungsgerichts, wonach Frauen ihren Geburtsnamen auch nach der Eheschließung behalten können.
Sie erklärte, dass in der Begründung angeführt werde, Kinder könnten durch unterschiedliche Nachnamen von Mutter und Vater beeinträchtigt werden, und sagte: „Werden Kinder nicht beeinträchtigt, wenn ihre Mutter oder ihr Vater verhaftet wird? Werden Kinder nicht beeinträchtigt, wenn ihre Väter Gewalt gegen ihre Mütter ausüben? Wir könnten diese Liste verlängern; das ist nur ein Vorwand. Das wichtige Thema für sie ist: die Errungenschaften der Frauen zu vernichten“.
„EIN NEUER STRAFTATBESTAND WIRD EINGEFÜHRT“
Beştaş erklärte, dass durch eine Ergänzung des Artikels 339 des türkischen Strafgesetzbuches unter der Überschrift „andere Aktivitäten“ ein neuer Straftatbestand geschaffen werde, und kommentierte: „Es werden Methoden ausprobiert, um das Volk zum Schweigen zu bringen; dies ist eine neue Methode der Unterdrückung. Es wird ein neues Zentrum für Strafen geschaffen“.
Nachrichtenquelle: 12punto
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