Ehemaliger griechischer Ministerpräsident Papandreou: 'Türkisch-griechische Freundschaft kann Stabilität in die Region bringen'
Der ehemalige griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou erklärte, dass die freundschaftlichen Beziehungen zwischen der Türkei und Griechenland ein Stabilitätsfaktor für die nahe Region sein könnten und dies auch sein sollten.
Papandreou bewertete die türkisch-griechischen Beziehungen in einem Artikel, den er für die Zeitung Kathimerini verfasste.
Papandreou wies darauf hin, dass die Zusammenarbeit und der Dialog zwischen den beiden Ländern neue politische Dimensionen gewonnen hätten, und erklärte: "Die türkisch-griechische (Freundschafts-)Beziehung kann und muss zu einem Stabilitätsfaktor für die nahe Region werden."
Papandreou erinnerte an die Schritte zur Freundschaft, die er während seiner Amtszeit als Außenminister gemeinsam mit dem ehemaligen Außenminister İsmail Cem unternommen hatte, und daran, dass sie gemeinsam mit Cem den damaligen israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon und den palästinensischen Führer Jassir Arafat besucht hatten.
Papandreou merkte an, dass seit jenem Tag Dutzende bilaterale Abkommen in den Bereichen Migration, Energie, Verkehr, Wirtschaft und Kultur unterzeichnet wurden, und schrieb: "Im Mai 2010 empfing ich meinen damaligen Amtskollegen Recep Tayyip Erdoğan in Athen zur ersten Sitzung des Kooperationsrates auf hoher Ebene (YDİK) zwischen der Türkei und Griechenland. Wir arbeiteten an einer neuen Kooperationsbeziehung."
Papandreou fuhr fort:
"Athen wird am 7. Dezember, sieben Jahre nach dem letzten YDİK-Treffen, (Präsident) Recep Tayyip Erdoğan erneut zu einer YDİK-Sitzung empfangen.
Wie damals gibt es auch heute wieder die Hoffnung, eine Beziehung zwischen den beiden Ländern aufzubauen, die letztlich einen dauerhaften Frieden ermöglichen wird."
Papandreou erklärte, dass von solchen Besuchen nicht sofort Lösungen erwartet werden könnten, betonte jedoch, "basierend auf seinen Erfahrungen, dass der Dialog sehr viele positive Ergebnisse hervorbringe".
Papandreou bewertete: "Der Dialog hilft dabei, die tatsächlichen Probleme zu identifizieren und unrealistische Einschätzungen zu vermeiden, die von gesellschaftlichen Ausbrüchen beeinflusst sind; er ermöglicht das Verständnis echter Ängste sowie die Bestimmung gemeinsamer nationaler und geopolitischer Interessen."
Papandreou betonte, dass gegenseitiger Respekt eine Grundvoraussetzung sei, und fügte in seinem Artikel hinzu: "In der Außenpolitik ist es leicht zu zerstören, aber schwer aufzubauen."
Nachrichtenquelle: AA
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