Werbefalle in sozialen Medien: 12punto hat die neuen Adressen der Betrüger aufgedeckt
Betrüger haben begonnen, ihre illegalen Software-Tools, mit denen sie in Telefone eindringen, in sozialen Medien zu bewerben. In den von 12punto ausfindig gemachten „Geschäftskonten“ wird behauptet, dass man gegen Bezahlung über Spyware auf private Daten von Bürgern zugreifen könne. Die Anwaltskanzlei, die als Rechtsvertreter von META fungiert, gab auf die Frage nach dem Prozess dieser illegalen Aktivitäten an, davon nichts zu wissen.
Betrüger, die behaupten, mit Spyware-Anwendungen die Telefone von Bürgern übernehmen zu können, ohne dass diese es merken, haben nun begonnen, ihre Dienste durch Werbung zu vermarkten. Die Adresse der Betrüger: Instagram. Es wird behauptet, dass sie auf die persönlichen Konten der Zielpersonen wie WhatsApp, Facebook, Telegram und Instagram zugreifen sowie Fotos und sogar Standorte abrufen können. Zudem wird behauptet, dass sie die Umgebung abhören und die Front- sowie Rückkameras überwachen können.

SIE BETRÜGEN DURCH WERBESCHALTUNGEN
Die von 12punto kontaktierten „Geschäftskonten“ erklärten ihre Vorgehensweise wie folgt:
„Unsere Vorgänge dauern im Durchschnitt eine bis eineinhalb Stunden. Es gehen absolut keine Nachrichten oder Benachrichtigungen auf dem Telefon ein. Die Gegenseite kann es auf keinen Fall bemerken. Für den Zugriff auf das Telefon muss das Internet eingeschaltet sein. Wir führen über den Computer einen Anruf bei der Zielperson durch; der Anruf muss durchschnittlich 15 Sekunden lang aktiv bleiben. Wir halten die Gegenseite bereits hin, indem wir nach Namen usw. fragen. Es wird lediglich ein Anruf getätigt und unsere eigene Software wird automatisch aktiviert.“
Die Betrüger, die unter dem Deckmantel von Detekteien und Softwarefirmen agieren, unterteilen ihre Dienste in Monatspakete und verlangen unterschiedliche Geldbeträge. Manche Konten fordern 8.750 TL für ein 12-Monats-Paket, andere verlangen 3.000 TL.

META-VERTRETUNG HAT KEINE KENNTNIS ÜBER DEN BETRUG
Die Meta Platforms Limited Türkei-Vertretung, zu der auch Instagram gehört – die Plattform, über die die Betrüger angeblich Zugriff auf Telefone erlangen –, erklärte, dass sie sich nicht mit den eingegangenen Beschwerden befasse: „Wir sind lediglich eine Anwaltskanzlei und kümmern uns nur um die eingehenden Klagen.“ Andererseits gab die Anwaltskanzlei, die als Rechtsvertreter von META fungiert, an, keine Kenntnis über den Prozess der Durchführung dieser illegalen Transaktionen zu haben.



Nachrichtenquelle: Beste Çelik
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