Sie war zu 102 Jahren Haft verurteilt worden: Begründetes Urteil im Fall Seçil Erzan
Das 41. Schwurgericht von Istanbul stellte fest, dass Seçil Erzan in ihrer Funktion als Bankfilialleiterin das Vertrauen und den Einfluss der Bank ausnutzte, um Opfer mit dem Versprechen eines in Wirklichkeit nicht existierenden „geheimen Fonds“ zu betrügen. In der Urteilsbegründung wurde betont, dass die durch gefälschte Dokumente aufgebaute Vertrauensbeziehung den Tatbestand des qualifizierten Betrugs erfüllt.
Die Begründung für das Urteil gegen die ehemalige Bankfilialleiterin Seçil Erzan, die wegen des Vorwurfs, zahlreiche Personen – darunter Fatih Terim, Arda Turan, Fernando Muslera und Emre Belözoğlu – mit dem Versprechen eines hochrentablen „geheimen Fonds“ betrogen zu haben, verurteilt wurde, ist veröffentlicht worden.
In der vom 41. Schwurgericht von Istanbul erstellten Urteilsbegründung wurde dargelegt, dass Seçil Erzan das Vertrauen und den Einfluss der Bank, bei der sie tätig war, nutzte, um die Opfer in einen Fonds zu locken, der in Wirklichkeit nicht existierte, hohe Gewinne versprach und angeblich nur ausgewählten Personen zugänglich war.
SYSTEMATISCHER VERTRAUENSMECHANISMUS ETABLIERT
Das Gericht hielt fest, dass die Angeklagte durch die Erstellung von Dokumenten mit Bankbriefkopf, gefälschten Stempeln und Originalunterschriften eine systematische Vertrauensbeziehung zu den Opfern aufbaute. Es wurde darauf hingewiesen, dass auf diese Weise zahlreichen Personen finanzieller Schaden zugefügt wurde, und betont, dass Erzans Handlungen geeignet waren, die freie Willensbildung der Opfer auszuschalten.
In der Urteilsbegründung wurde zudem erklärt, dass die Verteidigung der Angeklagten nicht dem gewöhnlichen Lauf des Lebens entspreche und daher nicht als glaubwürdig erachtet wurde. Es wurde ausdrücklich festgestellt, dass die Handlungen von Seçil Erzan den Tatbestand des „qualifizierten Betrugs“ gemäß Artikel 158/1-h des türkischen Strafgesetzbuches erfüllen.
Das Gericht teilte mit, dass aufgrund der hohen Anzahl der Opfer und der Tatsache, dass das Verbrechen in einer fortgesetzten Kette begangen wurde, eine Strafverschärfung vorgenommen wurde. In diesem Rahmen wurde Seçil Erzan zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 102 Jahren und 4 Monaten sowie zu einer Geldstrafe von 753.880 Lira verurteilt.
In der Entscheidung wurde zudem daran erinnert, dass die Parteien das Recht haben, Berufung beim Regionalgericht Istanbul einzulegen.
Nachrichtenquelle: 12punto
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