Kritik von 12punto-Autor und Anwalt Ruşen Gültekin zum Thema "vermisste Kinder": Da keine Daten veröffentlicht werden, ist die Lage noch dramatischer
In Diyarbakır wurde die leblose Leiche der achtjährigen Narin Güran gefunden, die als vermisst gemeldet worden war. Dieser schmerzliche Vorfall hat die Fälle von 'vermissten Kindern' in der gesamten Türkei wieder in den Fokus gerückt. Der 12punto-Autor und Rechtsanwalt Dr. Mehmet Ruşen Gültekin erklärte, dass der Umstand, dass das türkische Statistikamt TÜİK seit 2016 keine Daten mehr zu 'vermissten Kindern' teilt, die Situation noch verschlimmere, und forderte mehr Transparenz.
Die leblose Leiche der achtjährigen Narin Güran, nach der im Stadtviertel Tavşantepe im Bezirk Bağlar in Diyarbakır 19 Tage lang gesucht worden war, wurde am Sonntagmorgen gefunden. Das Auffinden von Narins Leiche löste im ganzen Land große Trauer und Empörung aus.
Dieser schmerzliche Vorfall hat auch die Fälle von 'vermissten Kindern' im Land wieder in den Fokus gerückt. Berichten zufolge veröffentlicht das Türkische Statistikamt (TÜİK) seit 8 Jahren keine statistischen Daten mehr zu vermissten Kindern. Dass das TÜİK seit 2016 keine Daten zu vermissten Kindern mehr teilt, wird von Politikern, Vertretern von Nichtregierungsorganisationen und Juristen scharf kritisiert.
'DIE STATISTIKEN WAREN BEREITS SEHR DRAMATISCH'
Der 12punto-Autor und Rechtsanwalt Dr. Mehmet Ruşen Gültekin ging in einem Beitrag auf seinem Social-Media-Account auf die bittere Realität der 'vermissten Kinder' in der Türkei ein. Gültekin, der darauf hinwies, dass das TÜİK seit 2016 keine Statistiken zu 'vermissten Kindern' mehr veröffentlicht, sagte: "Die Statistiken davor waren bereits sehr dramatisch. Da keine Maßnahmen ergriffen wurden, um dieses Ausmaß zu verringern, ist die Lage jetzt noch dramatischer."
Gültekin setzte seinen Beitrag mit folgenden Worten fort:
"Dass sie nicht veröffentlicht werden, zeigt dies bereits. Da wir uns nicht in einer Demokratie befinden, ist es mittlerweile sinnlos zu sagen, dass dies dem Transparenzgebot widerspricht.
Es muss nachdrücklich gefordert werden, dass diese Statistiken offengelegt werden, der Gesellschaft das Ausmaß der Lage verdeutlicht wird und Familien erklärt wird, wie sie ihre Kinder besser schützen können."
DIE LETZTEN DATEN DES TÜİK
Nach Angaben des Türkischen Statistikamtes (TÜİK) sind zwischen 2008 und 2016 in der Türkei insgesamt 104.531 Kinder als vermisst gemeldet worden. Seit 2016 hat das TÜİK jedoch keine Daten mehr zu Kindern veröffentlicht, die vermisst werden oder abhandengekommen sind.
Nachrichtenquelle: 12punto
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