Ahmet Ahlatcı enthüllt Maduros Gold-Angebot
Ahmet Ahlatcı schildert die Hintergründe seines Treffens im Jahr 2018. Er machte wichtige Aussagen zu dem Angebot von Maduro, venezolanisches Gold in der Türkei zu raffinieren, und zum Prozess der Überführung in die Türkei.
Ahmet Ahlatcı, Eigentümer der Ahlatcı Holding, teilte Erinnerungen an den Besuch des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro in der Türkei im Jahr 2018, bei dem er gemeinsam mit Präsident Recep Tayyip Erdoğan anwesend war. Ahlatcı erläuterte das Angebot Maduros, venezolanisches Gold in der Türkei zu raffinieren, sowie die Antwort Erdoğans. Ahlatcı erklärte, dass Erdoğan die Ahlatcı-Raffinerie in Çorum vorgeschlagen habe und Maduro positiv auf diesen Vorschlag reagiert habe, woraufhin er 45 Tage später eine Delegation zur Prüfung der Raffinerie entsandte.
KEIN GOLD AUS VENEZUELA GEKOMMEN
Ahlatcı gab an, dass Maduro bei diesem Treffen die jährliche Goldförderkapazität Venezuelas von 270 Tonnen erwähnte und erklärte, dass das Land dieses Gold bisher zur Raffinierung in die USA und nach Europa schicke. Ahlatcı betonte jedoch, dass kein einziges Gramm Gold aus Venezuela in die Türkei gelangt sei. „Weder kam ein Gramm Gold aus Venezuela in unsere Raffinerie, noch ging eines dorthin“, sagte Ahlatcı und erklärte, dass dieses Geschäft aufgrund der US-Sanktionen nicht zustande gekommen sei. „Wenn die USA ein Verbot erlassen haben, habe ich mit solchen Geschäften nichts zu tun“, fügte er hinzu.
TARECK EL AISSAMI NACH ÇORUM GESCHICKT, UM DIE RAFFINERIE ZU BESICHTIGEN
Nachdem Maduro den Vorschlag Erdoğans für die Goldraffinerie akzeptiert hatte, wurde der venezolanische Vizepräsident Tareck El Aissami in die Türkei geschickt, um die Raffinerie in Çorum zu besichtigen. Ahlatcı berichtete, dass El Aissami die Anlage besichtigt und gesagt habe: „Ich habe noch nie eine so moderne Raffinerie gesehen.“ Doch nur fünf Tage nach diesem Besuch begannen in Venezuela innenpolitische Unruhen, und ein Gegenkandidat zu Maduro trat für die Wahl auf den Plan. Ahlatcı wies darauf hin, dass die politischen Unsicherheiten in Venezuela diesen Prozess beeinflusst hätten.
„KEIN GRAMM GOLD AUS VENEZUELA GEKOMMEN“
Ahlatcı erklärte, dass nach den Entwicklungen in Venezuela kein Gold verschickt worden sei und dass diesbezüglich häufig Spekulationen angestellt würden. „Kein Gramm Gold kann aus Venezuela oder dem Iran kommen“, sagte er und betonte, dass er Gesetze und internationale Sanktionen respektiere. „Sie kennen mich, ich habe nie Aufträge vom Staat angenommen, ich habe es mit meiner eigenen Hände Arbeit geschafft. Meine Geschäfte sind rechtmäßig“, sagte er.
Ahlatcı kritisierte zudem unlautere Praktiken im türkischen Goldsektor. Er betonte, dass er gegen betrügerische Transaktionen wie das sogenannte „Gold-Shampoo“ sei und sagte, dass der Staat solche Praktiken bereinigt habe. Zudem äußerte er seinen Stolz darauf, aus Çorum zu stammen, und sagte: „Was ein Mensch aus Çorum tut, kann so leicht niemand nachmachen.“
PULVERFABRIK FÜR EINE MILLIARDE DOLLAR
Ahlatcı erklärte, dass er eine Pulverfabrik für eine Milliarde Dollar errichtet habe, um einen Beitrag zur Wirtschaft des Landes zu leisten, was auch die Verteidigungskraft der Türkei stärke. „Sie wollten nicht, dass ich eine Pulverfabrik baue, aber ich habe es trotzdem getan“, sagte er und drückte damit seine Verbundenheit mit der Verteidigungsindustrie aus.
Nachrichtenquelle: 12punto
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