AKP-Plan für Treffen mit Assad enthüllt: Zweistufiger Aktionsplan geplant
Während die Möglichkeit eines Treffens mit dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad weiterhin ein zentrales Thema bleibt, berichtet die Gazete-Pencere-Kolumnistin Nuray Babacan von einer komplexen Migrationsstudie und enthüllt unter Berufung auf interne Informationen einen neuen zweistufigen Aktionsplan.
AKP-Generalsekretär und Recep Tayyip Erdoğan sowie der syrische Machthaber Baschar al-Assad könnten sich bald treffen; während diese Möglichkeit weiterhin im Raum steht, sind neue Details bekannt geworden.
Die Gazete-Pencere-Kolumnistin Nuray Babacan, die über eine komplexe Migrationsstudie berichtet, teilte folgende Details mit: „Es gibt ein neues Projekt, das das Außenministerium, das Innenministerium und den Generalstab umfasst. Es ist die Einrichtung eines Koordinierungsgremiums für Migrationsmanagement innerhalb des Präsidialamtes im Gespräch.“
Babacan erklärte, dass die Koordination dieser Vorbereitungen durch Cevdet Yılmaz erfolge, und gab unter Berufung auf interne Informationen an, dass ein neuer zweistufiger Aktionsplan vorgesehen sei: „1. Integrationspolitik, 2. Rückführung der Schutzsuchenden...“
Hier ist der heutige Artikel von Nuray Babacan mit dem Titel ‚Syrien- und Flüchtlingskrise, der vielschichtige Assad-Plan‘:
Die Worte von Wissenschaftlern fassen das Problem treffend zusammen: „2011 gab es 58.000 Flüchtlinge. Plötzlich wurden wir zum Land mit der weltweit höchsten Flüchtlingszahl. Und niemand brüstet sich damit, das Land mit den meisten Flüchtlingen zu sein.“ Auch die Regierungspartei hat endlich erkannt, dass die Flüchtlingskrise nicht ohne eine Annäherung an die syrische Führung gelöst werden kann. Der Weg von Präsident Tayyip Erdoğan bis hin zu einem möglichen Treffen mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad ist eine lange und ermüdende Geschichte.
Innerhalb der AKP weiß jeder, dass Außenminister Hakan Fidan der Architekt dieser Initiativen ist. Dieses Team ist sogar der Ansicht, dass man mit den notwendigen Schritten in Bezug auf Syrien bereits zu spät dran sei. Derzeit wird eine subtile Hintertür-Diplomatie betrieben. Der aktuelle Stand der Flüchtlingskrise und das drohende Chaos haben schließlich auch Erdoğan überzeugt. Ich werde hier nicht die Erklärungen und Zick-Zack-Kurse Erdoğans zur syrischen Führung in den letzten fünf Jahren wiederholen. Das ist alles noch sehr frisch, jeder erinnert sich daran!
Derzeit wird an einer komplexen Migrationsstudie gearbeitet. Es gibt ein neues Projekt, das das Außenministerium, das Innenministerium und den Generalstab umfasst. Es ist die Einrichtung eines Koordinierungsgremiums für Migrationsmanagement innerhalb des Präsidialamtes im Gespräch.
Es heißt, dass die Koordination dieser Vorbereitungen durch Cevdet Yılmaz erfolgt. Die Regierung bereitet sich darauf vor, einen neuen Fahrplan zu erstellen, der alle relevanten Ministerien in Bezug auf die Flüchtlingskrise und die daraus resultierenden Probleme einbezieht. In diesem Rahmen wird es einen neuen zweistufigen Aktionsplan geben: 1. Integrationspolitik, 2. Rückführung der Schutzsuchenden...
Die Regierung fürchtet das Chaos, das durch die Kombination aus Wirtschaftskrise und Flüchtlingskrise entstehen könnte. Der Plan hängt von guten Beziehungen zur syrischen Führung ab. Es wird jedoch nicht ausreichen, diese Gespräche nur mit der syrischen Zentralregierung zu führen. Das Potenzial der Oppositionellen in der an der türkischen Grenze geschaffenen Sicherheitszone, sich jederzeit gegen die Türkei zu stellen, wurde kürzlich deutlich. Es gibt Kreise, die die Assad-Annäherung als „Verrat an uns“ interpretieren.
Wenn die Türkei sich mit der syrischen Führung an einen Tisch setzt, ohne in einen diplomatischen Unfall zu geraten, wird sie mehr über das nachdenken müssen, was sie geben muss, als über das, was sie bekommen kann. Was die Punkte betrifft, die von den Strategen in der Partei, die sich mit dem Syrien-Problem befassen, häufig angesprochen werden: Neben der territorialen Integrität Syriens geht es um: 1. Die sichere Rückkehr der zur Flucht gezwungenen Menschen in ihre Heimat und die Schaffung der entsprechenden Bedingungen. 2. Dass das Regime, das sich das Eigentum dieser Syrer angeeignet hat, davon ablässt und die Eigentumsfrage gelöst wird. 3. Die Neutralisierung der verschiedenen Terrororganisationen, die in ganz Syrien die Gebietskontrolle erlangt haben...
Insbesondere wird diskutiert, die Probleme bei der Eigentumsfrage zu beseitigen und einen Anreizmechanismus für die Rückkehr der in der Türkei lebenden Schutzsuchenden nach Syrien zu schaffen. Es wird auch betont, dass ein neuer Plan für die Integration der verbleibenden Schutzsuchenden erstellt werden muss. Die Registrierung von Schutzsuchenden, die informell arbeiten, und die Bindung von Arbeits- und Aufenthaltserlaubnissen an bestimmte Bedingungen ist ebenfalls ein wichtiger Punkt.
Und natürlich plädieren außenpolitische Experten dafür, die EU in diesen vielschichtigen und schwierigen Prozess einzubeziehen. Damit dieser Plan funktioniert, müssen die europäischen Länder, die die Türkei als Pufferzone für Flüchtlinge nutzen, dazu gebracht werden, einen neuen Fonds einzurichten. Andernfalls ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass diese Flüchtlingswelle sie selbst treffen wird...
Nachrichtenquelle: 12punto
Meistgelesen
Überraschende Ergebnisse zur 'neuen Partei' von Özgür Özel
Özgür Özel antwortet mit konkretem Datum zur Anzahl der Rücktritte
Waldbrand in Antalya unter Kontrolle gebracht
Die PKK-Öffnung und der Weg von Özgür Özel!..
Huthis greifen saudischen Tanker an
Wie haben die Zeitungen den Abschied von Özgür Özel von der CHP bewertet?
Was hat die CHP getan?
Özels Vorstoß für eine neue Partei in der Weltpresse
Die neue CHP gegen die CEHAPE
Von der Selbstwirksamkeit zur Hilflosigkeit