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Anklageschrift zum Tod von Ferdi Zeyrek fertiggestellt: Das sind die geforderten Strafen

Die Anklageschrift zum Tod des Bürgermeisters der Stadt Manisa, Ferdi Zeyrek, der durch einen Stromschlag ums Leben kam, sowie zur Verletzung seiner Ehefrau Nurcan Zeyrek, die versuchte, ihren Mann zu retten, wurde fertiggestellt.

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Anklageschrift zum Tod von Ferdi Zeyrek fertiggestellt: Das sind die geforderten Strafen

In der Anklageschrift, die im Zusammenhang mit dem Tod von Ferdi Zeyrek durch einen Stromschlag und der Verletzung seiner Ehefrau Nurcan Zeyrek bei dem Versuch, ihn zu retten, erstellt wurde, wird für 10 Verdächtige jeweils eine Freiheitsstrafe von 2 bis 15 Jahren wegen fahrlässiger Tötung einer Person und fahrlässiger Körperverletzung einer weiteren Person gefordert.

In dem von der Generalstaatsanwaltschaft Manisa geführten Ermittlungsverfahren, in dem Ferdi Zeyreks Ehefrau Nurcan Zeyrek und seine Tochter Nehir Zeyrek als Nebenklägerinnen auftreten, wurden gegen 19 Personen Maßnahmen eingeleitet; zudem wurde eine Ermittlungsgenehmigung für die bei der Gemeinde Yunusemre beschäftigten M.S. und Ö.T. beantragt.

Basierend auf den im Laufe der Ermittlungen gesammelten Beweisen, Aussagen und Sachverständigengutachten wurde die Anklageschrift gegen 10 Personen erstellt, bei denen ein primäres oder sekundäres Verschulden festgestellt wurde.

In der beim 5. Schwurgericht Manisa eingereichten Anklageschrift wird festgehalten, dass Nurcan Zeyrek bei dem Vorfall, bei dem Zeyrek ums Leben kam, verletzt wurde, als sie versuchte, ihren Ehemann zu retten.

Für die inhaftierten Verdächtigen N.B., der die Elektro- und Motorinstallation des Pools durchführte und die Montagearbeiten vornahm, sowie H.İ., der Reparaturen bei Defekten am Poolmotor durchführte, und die nicht inhaftierten Verdächtigen A.E. (Hausmeister der Wohnanlage), Y.Ö. (zuständig für Poolreinigung und gelegentliche Probleme im Maschinenraum), H.A. (Inhaber der Motorwicklungsfirma), M.E. (Mitarbeiter der Stromversorgungsfirma), die Prüfingenieure R.A., H.Ş. und M.Ç. (tätig bei der Bauaufsicht) sowie M.G. (Vertreter der Baufirma) wurde jeweils eine Freiheitsstrafe von 2 bis 15 Jahren wegen fahrlässiger Tötung einer Person und fahrlässiger Körperverletzung einer weiteren Person gefordert.

Gegen 9 Personen wurde das Ermittlungsverfahren eingestellt.

WAS WAR GESCHEHEN

Der damalige Bürgermeister der Stadt Manisa, Ferdi Zeyrek, erlitt am Abend des 6. Juni in seinem Haus im Bezirk Yunusemre einen Stromschlag, als er eine Störung im Maschinenraum des Pools überprüfen wollte. Er wurde schwer verletzt in das Hafsa-Sultan-Krankenhaus der Celal-Bayar-Universität Manisa eingeliefert und verstarb dort am 9. Juni.

Y.Ö., der für die Wartung des Pools verantwortlich war, sowie A.S., der für die Wartung und Sicherheit der Wohnanlage zuständig war und den Fehlerstromzustand nicht gemeldet hatte, wurden festgenommen; beide Verdächtige wurden am 11. Juni unter Auflagen wieder auf freien Fuß gesetzt.

Im Rahmen der Ermittlungen wurden am 14. Juni Z.M., dem vorgeworfen wurde, den Abstand des Energieraums im Haus zum Pool nicht normgerecht gebaut zu haben, M.Y.P., der als am Bau des Pools beteiligt galt, N.B., dem vorgeworfen wurde, die Motor- und Elektrokomponenten sowie andere Ausrüstungen im Energie- und Poolraum normwidrig entworfen und montiert zu haben, sowie H.İ., dem eine fehlerhafte Montage vorgeworfen wurde, festgenommen.

Von den dem Gericht vorgeführten Verdächtigen wurden Z.M., N.B. und H.İ. wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung inhaftiert, während M.Y.P. nach seiner Aussage bei der Staatsanwaltschaft freigelassen wurde.

Z.M., einer der inhaftierten Verdächtigen, der im Sachverständigengutachten nicht als schuldig eingestuft wurde, aber aufgrund seiner Beteiligung an den Bauarbeiten am Pool inhaftiert war, wurde am 27. September nach Abschluss der Verfahren aus der Haft entlassen.


Nachrichtenquelle: 12punto

Sachverständigengutachten Strafrecht Stromschlag Ferdi Zeyrek