Antrag von Eylem Toks Anwältin an das Gericht, das die Auslieferung beschlossen hat: 'Ihr Leben ist in der Türkei in Gefahr'
Jennifer M. Herrmann, die Anwältin von Eylem Tok, die ihren Sohn Timur Cihantimur in die USA geschmuggelt hatte, nachdem dieser den Tod von Oğuz Murat Aci bei einem Unfall mit einem Fahrzeug ohne Führerschein verursacht hatte, hat die Aussetzung des Auslieferungsverfahrens von Tok an die Türkei beantragt.
Jennifer M. Herrmann, die Anwältin von Eylem Tok, die ihren Sohn Timur Cihantimur in die USA geschmuggelt hatte, nachdem dieser in Istanbul den Tod von Oğuz Murat Aci bei einem Unfall mit einem Fahrzeug ohne Führerschein verursacht hatte, hat die Aussetzung des Auslieferungsverfahrens von Tok an die Türkei beantragt.
Herrmann reichte bei Gericht einen Antrag ein, in dem sie eine 60-tägige Aussetzung des Verfahrens forderte, um eine Einspruchsschrift gegen die Auslieferung von Tok vorzubereiten.
In dem Antrag wurde argumentiert, dass eine vorübergehende Aussetzung der Auslieferung eine rechtliche Notwendigkeit sei und betont, dass Tok zusätzliche Zeit benötige, um ihre gesetzlichen Rechte in vollem Umfang wahrnehmen zu können.
"IHR LEBEN IST IN DER TÜRKEI IN GEFAHR"
In dem Antrag wurde geltend gemacht, dass Tok im Falle einer Auslieferung an die Türkei mit ernsthaften Risiken konfrontiert wäre. Insbesondere wurde behauptet, dass Tok und ihre Familie in der Türkei Morddrohungen erhalten hätten und die Wahrscheinlichkeit, dass diese Drohungen im Falle einer Auslieferung in die Tat umgesetzt würden, hoch sei. In dem Antrag, in dem darauf hingewiesen wurde, dass dies eine große Gefahr für die Menschenrechte darstelle, wurde erklärt, dass eine vorübergehende Aussetzung des Verfahrens durch das Gericht eine kritische Entscheidung wäre.
In dem von Anwältin Herrmann eingereichten Antrag wurde dargelegt, dass es hinsichtlich der Auslieferung von Tok zahlreiche rechtlich umstrittene Punkte gebe und diese Themen vor Gericht detailliert erörtert werden müssten. In dem Antrag, in dem darauf hingewiesen wurde, dass es wichtige rechtliche Fragen dazu gebe, ob die gegen Tok erhobenen Vorwürfe im Rahmen des Auslieferungsabkommens zwischen den USA und der Türkei bewertet werden könnten, wurde betont, dass das Verfahren nicht überstürzt werden dürfe.
In dem Antrag wurde argumentiert, dass Themen wie die Frage, ob das Mobiltelefon, das Tok angeblich erhalten hat, als Beweismittel diene und ob die Anschuldigungen mit dem Auslieferungsabkommen vereinbar seien, vor Gericht diskutiert werden müssten.
"ERFORDERLICHE DOKUMENTE ÜBERMITTELT"
Nach der vom Gericht getroffenen Auslieferungsentscheidung reichte die Staatsanwältin des Falls, Kristen Kearney, einen Antrag in das Gerichtssystem ein, in dem sie erklärte, dass alle Dokumente bezüglich der für die Auslieferung von Eylem Tok und ihrem Sohn Timur Cihantimur erforderlichen Zertifikate und Verpflichtungserklärungen an das US-Außenministerium übermittelt wurden. Diese Entwicklung zeigt, dass das Verfahren offiziell voranschreitet und das US-Außenministerium seine endgültige Entscheidung treffen wird. Es ist jedoch noch nicht bekannt, ob das Gericht dem Antrag auf Aufschub stattgeben wird.
Sollte das Gericht dem Aufschubantrag von Tok stattgeben, könnten ihre Anwälte eine Einspruchsschrift vorbereiten und den Rechtsstreit zur Stoppung des Verfahrens fortsetzen. Sollte das Gericht diesen Antrag jedoch ablehnen, wird erwartet, dass sich das Auslieferungsverfahren beschleunigt und Tok in kurzer Zeit in die Türkei überstellt werden kann.
Der zuständige Richter Donald Cabell hatte am 11. Februar entschieden, dass die Auslieferung von Timur Cihantimur und Eylem Tok an die Türkei zulässig sei, und die Übergabe der Angeklagten an die Türkei im Rahmen des zwischen der Türkei und den USA geltenden Auslieferungsabkommens angeordnet.
Nachrichtenquelle: İHA
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