Biden weicht Frage aus, ob Israel sich an das Kriegsvölkerrecht hält
US-Präsident Joe Biden hat es abgelehnt, die an ihn gerichtete Frage zu beantworten, ob Israel im Einklang mit dem Kriegsvölkerrecht handelt.
Nach seinem Besuch in Israel äußerte sich Joe Biden im Flugzeug gegenüber Journalisten und ließ die Frage: "Glauben Sie, dass Israel sich an das Kriegsvölkerrecht hält?" unbeantwortet.
Anstatt auf die Frage einzugehen, beendete Biden das Gespräch mit den Pressevertretern mit den Worten: "Es war schön, mit Ihnen zu sprechen."
Zuvor hatte der US-Präsident Berichte in israelischen Medien dementiert, wonach Vertreter der US-Regierung zugesichert hätten, dass die US-Armee die israelische Armee unterstützen werde, sollte die Hisbollah einen Krieg gegen Israel beginnen.
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Bezüglich der Möglichkeit einer Absage der geplanten israelischen Bodenoffensive im Gazastreifen begnügte sich Biden mit der Aussage, dass israelische und US-amerikanische Militärvertreter Gespräche über mögliche Alternativen führten.
Biden erklärte zudem, dass die Bemühungen zur Evakuierung der US-Bürger aus dem Gazastreifen andauerten.
Nach seiner Rückkehr aus Israel hatte Biden in einem Telefonat mit dem ägyptischen Präsidenten Abd al-Fattah as-Sisi mitgeteilt, dass Sisi zugestimmt habe, die Grenze für den Anfang für etwa 20 Lastwagen zu öffnen, die in den Gazastreifen fahren sollen.
ISRAELISCH-PALÄSTINENSISCHER KONFLIKT
Der bewaffnete Flügel der Hamas, die Izz ad-Din al-Qassam-Brigaden, hatte am Morgen des 7. Oktobers einen umfassenden Angriff auf Israel unter dem Namen "Al-Aqsa-Flut" gestartet.
Während Tausende Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert wurden, stürmten palästinensische bewaffnete Gruppen den Grenzübergang Beit Hanun-Erez an der Grenze zwischen Gaza und Israel und übernahmen die Kontrolle.
Die bewaffneten Gruppen drangen von dort aus in israelische Siedlungen ein, woraufhin die israelische Armee mit Dutzenden Kampfflugzeugen einen Angriff auf den Gazastreifen startete. Es wurde berichtet, dass bei den Angriffen aus dem Gazastreifen 1405 Israelis, darunter 304 Soldaten, getötet und 3968 Israelis verletzt wurden.
Das palästinensische Gesundheitsministerium gab bekannt, dass bei den israelischen Angriffen im Gazastreifen 3478 Menschen getötet und mehr als 12.000 Menschen verletzt wurden. Im besetzten Westjordanland seien bei Angriffen israelischer Streitkräfte und jüdischer Siedler 66 Palästinenser getötet und etwa 1300 Menschen verletzt worden.
Bei den israelischen Angriffen kamen 13 Journalisten ums Leben. Bei den Zusammenstößen zwischen der israelischen Armee und der Hisbollah an der libanesischen Grenze, die am 8. Oktober begannen, starben 10 Mitglieder der Hisbollah, 2 Mitglieder des Islamischen Dschihad, 1 Journalist und 2 Zivilisten. Bei Angriffen von libanesischer Seite wurden zudem 2 israelische Soldaten und 1 israelischer Zivilist getötet.
Zuletzt kamen bei dem israelischen Angriff auf das Al-Ahli-Baptisten-Krankenhaus im Gazastreifen am 17. Oktober 471 Menschen ums Leben, 342 Menschen wurden verletzt, 28 davon schwer.
Nachrichtenquelle: AA
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