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Bilal Erdoğan mit Kritik an der EYT-Regelung: „Wie kann man das mit seinem Gewissen vereinbaren?“

Bilal Erdoğan kritisierte das niedrige Renteneintrittsalter in der Türkei im Vergleich zu westlichen Ländern und äußerte sich ablehnend gegenüber Forderungen von Frührentnern nach staatlichen Rentenzahlungen.

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Bilal Erdoğan mit Kritik an der EYT-Regelung: „Wie kann man das mit seinem Gewissen vereinbaren?“

Die Regelung für die sogenannten „EYT“ (Menschen, die aufgrund des Alters bei der Rente auf die Warteliste gesetzt wurden), die es Personen, die vor dem 8. September 1999 ins Berufsleben eingestiegen sind, ermöglicht, ohne Altersgrenze in Rente zu gehen, sorgt in der Türkei weiterhin für Diskussionen. Die Regelung, die am 3. März 2023 in Kraft trat und kurz vor den Wahlen schnell verabschiedet wurde, stößt sowohl in der Wirtschaftsverwaltung als auch in Teilen der Gesellschaft auf Kritik.

Die EYT-Regelung war mit der Unterschrift von Präsident Recep Tayyip Erdoğan im Amtsblatt veröffentlicht worden und in Kraft getreten. Doch kurz darauf löste sie, insbesondere aufgrund der wirtschaftlichen Kosten und der Tatsache, dass Millionen Menschen in jungen Jahren in den Ruhestand gingen, bei verschiedenen Akteuren Kritik aus.

Zuletzt äußerte auch Bilal Erdoğan, der Sohn von Präsident Erdoğan, scharfe Kritik an denjenigen, die die EYT-Regelung nutzen, um früh in Rente zu gehen. Unter Verweis auf die Arbeitskultur im Westen sagte Bilal Erdoğan:

„Wie kann es sein, dass ein Mensch, der mit 45 Jahren durch die EYT-Regelung in Rente gegangen ist, sagen kann: ‚Der Staat soll mir eine Rente zahlen, von der ich leben kann‘? Wie kann man das mit seinem Gewissen vereinbaren?“

Erdoğan betonte, dass die Menschen in westlichen Ländern bis ins hohe Alter weiterarbeiten, und kritisierte die Praxis des frühen Renteneintritts in der türkischen Gesellschaft.

„MIT 70 JAHREN SERVIERT DER UNGLÄUBIGE IN AMERIKA AN DEN TISCHEN“

Mit Nachdruck auf die Arbeitsdisziplin im Westen fügte Erdoğan hinzu:

„Anderswo arbeiten die Leute mit 60 oder 65 Jahren, mit 70 Jahren serviert der Ungläubige in Amerika an den Tischen. Bei uns hingegen heißt es mit 45 Jahren: ‚Der Staat soll mir eine Lebensunterhaltsrente zahlen‘.“

Bilal Erdoğan, der argumentierte, dass Faulheit die größte Gefahr für die Gesellschaft sei, wies auf die Bedeutung der arbeitenden Bevölkerung und die Notwendigkeit hin, den Wert der Arbeit zu steigern. In seiner Erklärung merkte er an, dass der Beitrag der aktiven Bevölkerung zur Produktion sowohl für die Wirtschaft als auch für die soziale Struktur von entscheidender Bedeutung sei.

AUCH DIE WIRTSCHAFTSFÜHRUNG HATTE KRITIK GEÜBT

Auch Finanzminister Mehmet Şimşek hatte bereits in früheren Erklärungen zum Ausdruck gebracht, dass die EYT-Regelung eine ernsthafte wirtschaftliche Belastung darstelle und die Haushaltsgleichgewichte unter Druck setze. Solche Kritik am Recht auf Frühverrentung in der Türkei könnte in der kommenden Zeit neue Debatten über das Rentensystem entfachen.


Nachrichtenquelle: 12punto

Bilal Erdoğan EYT