Boykottaufruf von Präsident Erdoğan sorgt für Aufsehen in sozialen Medien: 'Unser größtes Trumpf'
Nachdem die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul von Amts wegen Ermittlungen wegen 'Aufstachelung des Volkes zu Hass und Feindseligkeit' gegen Boykottaufrufe in sozialen Medien eingeleitet hat, begannen Nutzer, Beiträge von AKP-Parteichef und Präsident Recep Tayyip Erdoğan sowie anderen AKP-Mitgliedern zu teilen, in denen diese selbst zu Boykotten aufgerufen hatten.
Während Bürger ihre Grundrechte und Freiheiten nutzen, um ihren Protest durch Boykotte auszudrücken, reagiert die Regierung weiterhin mit harten Maßnahmen auf diese Aufrufe.
Nachdem die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul angekündigt hatte, von Amts wegen Ermittlungen gegen Boykottaufrufe in sozialen Medien einzuleiten, begannen Nutzer, die 'Boykottaufrufe' von AKP-Politikern, allen voran Präsident Erdoğan, zu teilen.
Soziale Medien-Nutzer, die den Boykottaufruf von AKP-Parteichef und Präsident Recep Tayyip Erdoğan vom Januar zur Bekämpfung überhöhter Preise auf ihre Seiten brachten, äußerten ihren Unmut über die angewandte Doppelmoral.
Erdoğan hatte in seinem Boykottaufruf vom Januar folgende Worte gewählt:
"Eine der wirksamsten Methoden, um diejenigen, die überteuerte Produkte verkaufen, in die Knie zu zwingen, ist der Boykott. Unser größtes Trumpf gegen diejenigen, die opportunistisch handeln, ist die Ausübung der Freiheit, nicht zu kaufen."

AUCH DAS KOMMUNIKATIONSDIREKTORAT HATTE ES GETEILT
Auch das Kommunikationsdirektorat hatte den Boykottaufruf von Erdoğan über seinen eigenen Social-Media-Account...
Unser Präsident Erdoğan:
"Eine der wirksamsten Methoden, um diejenigen, die überteuerte Produkte verkaufen, in die Knie zu zwingen, ist der Boykott. Unser größtes Trumpf gegen diejenigen, die opportunistisch handeln, ist die Ausübung der Freiheit, nicht zu kaufen." mit diesen Worten angekündigt.

AUCH VARANKS BOYKOTTAUFRUF WIRD GETEILT
Nutzer sozialer Medien griffen auch einen älteren Boykottaufruf des AKP-Abgeordneten für Bursa, Mustafa Varank, auf. Varank äußerte sich in seinem damaligen Aufruf wie folgt:
"Einen Boykott durchzuführen oder nicht, ist die Entscheidung der Menschen. Niemand hat das Recht, durch sozialen Druck zu fragen, warum man boykottiert."

Nachrichtenquelle: 12punto
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