Brand in Kartalkaya: Ermittlungsstopp gegen Beamte des Kulturministeriums
Im Sachverständigengutachten zum Brand im Grand Hotel in Bolu-Kartalkaya wurden Versäumnisse bei der Aufsicht durch Beamte des Ministeriums für Kultur und Tourismus hervorgehoben. Minister Nuri Ersoy verweigerte jedoch die Genehmigung für Ermittlungen gegen die Ministeriumsmitarbeiter.
In dem Sachverständigengutachten zum Brand im Grand Hotel in Bolu-Kartalkaya wurde festgestellt, dass „die Beamten des Ministeriums für Kultur und Tourismus der Republik Türkei, die die Betriebsgenehmigung des Hotels erteilt und bestätigt haben, aufgrund ihrer unzureichenden Aufsichtsprozesse im untersuchten Vorfall erstgradig mitverantwortlich sind“. Aufgrund dieser Begründung beantragte die Generalstaatsanwaltschaft Bolu beim Ministerium für Kultur und Tourismus die Erteilung einer Ermittlungsgenehmigung gegen die zuständigen Beamten.
Kultur- und Tourismusminister Nuri Ersoy verweigerte jedoch am 17. Juni gemäß dem Gesetz Nr. 4483 über die Strafverfolgung von Beamten und anderen öffentlichen Bediensteten die Ermittlungsgenehmigung für den stellvertretenden Minister für Kultur und Tourismus Nadir Alpaslan, die Generaldirektorin für Investitionen und Betriebe des Ministeriums für Kultur und Tourismus Neşe Çıldık, die damalige Generaldirektorin für Investitionen und Betriebe Şennur Aldemir Doğan, den damaligen stellvertretenden Generaldirektor für Investitionen und Betriebe des Ministeriums für Kultur und Tourismus Bülent Çınar Çavuş, die Abteilungsleiterin Elçin Şimşek Öncü, den stellvertretenden Generaldirektor für Investitionen und Betriebe sowie amtierenden Vorsitzenden des Kontrollausschusses Levent Kırcan, die leitenden Kontrolleure Ramazan Alkan, Melda Araz, Şule Aktürk Alkan, Barış Başayvaz sowie die damalige Praktikanten-Kontrolleurin Ezgi Dener und den Praktikanten-Kontrolleur Abdülkadir Eren.
AUCH DIE BEHÖRDEN DER PROVINZVERWALTUNG BOLU HATTEN ERKLÄRT, DIE „AUFSICHT LIEGE BEIM KULTURMINISTERIUM“
Alle im Rahmen der Anklageschrift als Verdächtige geführten Beamten der dem Gouverneursamt Bolu unterstellten Provinzverwaltung (İl Özel İdaresi) machten geltend, dass die Aufsicht in der Zuständigkeit des Kulturministeriums liege.
Die als Verdächtige geführte Yeliz Erdoğan, die als Leiterin der Lizenz- und Aufsichtsabteilung der Provinzverwaltung tätig ist, erklärte in ihrer Aussage: „Obwohl in einem Schreiben des Ministeriums aus dem Jahr 2021 die Erneuerung der Tourismusbetriebsgenehmigung gefordert wurde, erfolgte keine Mitteilung bezüglich der Brandschutzmaßnahmen, obwohl für eine Erneuerung eine Inspektion hätte durchgeführt werden müssen.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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