Brisante Anklageschrift im Fall Maydonoz Döner: Bis zu 25 Jahre Haft für 9 Verdächtige gefordert
Die FETÖ-Ermittlungen gegen die unter Zwangsverwaltung gestellte Restaurantkette Maydonoz Döner sind abgeschlossen; in der Anklageschrift wird gefordert, neun Personen wegen der Finanzierung der aktuellen Organisationsstrukturen der Terrorgruppe schwer zu bestrafen.
Die von der Generalstaatsanwaltschaft Ankara geführten FETÖ-Ermittlungen gegen die Restaurantkette Maydonoz Döner, für die ein Zwangsverwalter bestellt wurde, sind abgeschlossen. In der von der Ermittlungsbehörde für Terrorstraftaten erstellten Anklageschrift wird für neun Verdächtige wegen „Mitgliedschaft in einer bewaffneten Terrororganisation“ und „Verstoßes gegen das Gesetz zur Verhinderung der Terrorismusfinanzierung“ jeweils eine Freiheitsstrafe von bis zu 25 Jahren gefordert.
SUCHE DER ORGANISATION NACH AKTUELLEN STRUKTUREN
In der Anklageschrift wird dargelegt, dass die FETÖ versucht, ihre aktuellen Strukturen in der Türkei wiederzubeleben. Es wird ausgeführt, dass die Organisation ihre Geheimhaltungsstrategie beibehält, neue Aktivitäten durchführt und alternative Methoden zur Finanzierung ihrer Mitglieder entwickelt hat. In diesem Rahmen wird behauptet, dass auch die unter dem Dach der Somca Gıda AŞ operierende Kette Maydonoz Döner die Organisation finanziert habe.
Es wird behauptet, dass über die Filialen des Unternehmens in der gesamten Türkei finanzielle Mittel an die aktuellen Strukturen der Organisation weitergeleitet wurden und zudem Unterstützung durch die Bereitstellung von Arbeitsplätzen für Organisationsmitglieder geleistet wurde.
FINANZNETZWERK UND MASAK-ERKENNTNISSE
Im Rahmen der Ermittlungen wurde festgestellt, dass die Verdächtigen offizielle oder inoffizielle Teilhaber an Filialen in verschiedenen Bezirken Ankaras waren. In der Anklageschrift wird mitgeteilt, dass auch flüchtige FETÖ-Mitglieder im Ausland als inoffizielle Teilhaber an einigen Filialen in der Türkei identifiziert wurden.
Für diese Personen seien monatlich regelmäßige Gewinnanteile überwiesen sowie Gelder aus dem Ausland an die Filialen transferiert worden. Diese an Organisationsmitglieder weitergeleiteten Gelder seien über Rechnungen unter dem Vorwand von „Wareneinkäufen“ verschickt worden. Zudem wurde der Vorwurf erhoben, dass in den Filialen hohe Summen an „Himmet“ (Spenden) gesammelt wurden, um Organisationsmitglieder zu beschäftigen.
Die Information, dass die Filialinhaber oder offiziellen Partner zwar keine Einträge bezüglich einer Mitgliedschaft in der Organisation aufwiesen, ihre Angehörigen jedoch mit der Organisation in Verbindung stünden und inoffiziell an den Filialen beteiligt seien, ist ebenfalls Teil der Anklageschrift.
Im Bericht der MASAK (Finanzkriminalitäts-Untersuchungsrat) wurde festgestellt, dass von zahlreichen mit der Organisation verbundenen Personen Gelder auf die Konten des Unternehmens überwiesen wurden, die Kontobewegungen der Verdächtigen ungewöhnlich waren und die Einkommensverhältnisse nicht mit den Banktransaktionen übereinstimmten.
VORWÜRFE GEGEN DIE VERDÄCHTIGEN
In der Anklageschrift wird daran erinnert, dass gegen die Verdächtigen Ahmet Mutlu Köylü, Bahadır Tatlıbaş, Cevat Dalli, Ebubekir Torun, Emrah Ak, Huzur Özer, Mustafa Sayın, Mustafa Yavuz Özmen und Tahsin Özbay bereits zuvor wegen „Mitgliedschaft in einer bewaffneten Terrororganisation“ ermittelt wurde.
Es wird dargelegt, dass die erneute Kontaktaufnahme zur Organisation und die Ausübung von Aktivitäten, die eine Kontinuität erfordern, nach einer bereits erfolgten Verurteilung wegen Mitgliedschaft in der Organisation den Straftatbestand der „erneuten Mitgliedschaft“ erfülle.
Es wurde angegeben, dass die Verdächtigen über die Anwendung Signal organisatorische Kommunikation betrieben und eine Rolle bei der Weiterleitung von im In- und Ausland beschafften Geldern an Organisationsmitglieder gespielt hätten.
Nachrichtenquelle: 12punto
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