Brisantes Detail in Spionageermittlung: AKP-Politiker soll Hüseyin Gün um „Fuat Avni“-Präsentation gebeten haben!
Hüseyin Gün, der im Zentrum der gegen İmamoğlu eingeleiteten Spionageermittlungen steht, gab an, eine Präsentation bei der Generaldirektion für Sicherheit zur Identifizierung des „Fuat Avni“-Accounts gehalten zu haben. Dies sei auf Wunsch des damaligen AKP-Abgeordneten Mehmet Sekmen geschehen. Sekmen erklärte, er kenne Seher Erçili Alaçam, könne sich aber nicht an Hüseyin Gün erinnern.
Der Bürgermeister der Stadt Istanbul, Ekrem İmamoğlu, steht im Zentrum einer Spionageermittlung, in der nun ein brisantes Detail ans Licht gekommen ist.
Es wurde bekannt, dass Hüseyin Gün, die zentrale Figur der Ermittlungen, vor Jahren eine Präsentation bei der Generaldirektion für Sicherheit gehalten hat.
Wie İsmail Saymaz von Halk TV berichtet, erklärte Gün in seiner Aussage, er habe bei der Polizei eine Präsentation gehalten, um den mit der FETÖ in Verbindung gebrachten „Fuat Avni“-Account zu identifizieren. Diese Präsentation sei auf Wunsch des damaligen AKP-Abgeordneten für Istanbul, Mehmet Sekmen, erfolgt.
Gün teilte in seiner Aussage folgende Informationen mit:
„Nach dem 17.-25. Dezember-Prozess veröffentlichte ein Nutzer namens ‚Fuat Avni‘ in den sozialen Medien diverse Beiträge. Mehmet Sekmen hatte mich gefragt, ob ich diesen Nutzer identifizieren könne. Daraufhin hielt ich eine Präsentation bei der zuständigen Abteilung der Generaldirektion für Sicherheit. Im weiteren Verlauf kam es zu keinen Maßnahmen. Ich denke, dass die Person, die mich zur Polizei einlud, er (Sekmen) gewesen sein könnte.“
SEKMEN: ‚OB ICH DAS GESAGT HABEN KÖNNTE, WEISS ICH NICHT‘
Mehmet Sekmen, der damals AKP-Abgeordneter war und derzeit das Amt des Bürgermeisters der Stadt Erzurum bekleidet, erklärte gegenüber Saymaz, er könne sich nicht an Gün erinnern. Sekmen sagte: „Ich erinnere mich nicht an ihn. Ich kenne die Frau an seiner Seite (Seher Erçili Alaçam). Vielleicht habe ich Gün an ihrer Seite gesehen. Ob ich vielleicht gesagt haben könnte ‚Kannst du das finden?‘, weiß ich nicht.“
Sekmen fügte hinzu, er habe nicht den Eindruck gehabt, dass Gün jemand sei, der mit Spionage in Verbindung stehe, und betonte, seine eigentliche Ansprechpartnerin sei Alaçam gewesen: „Sie war eine sozialdemokratische, anständige Dame.“
SPÄTER ZUR AKTE HINZUGEFÜGT
Unterdessen kam heraus, dass Hüseyin Gün in seiner ersten Aussage die Namen von Ekrem İmamoğlu und Necati Özkan überhaupt nicht erwähnt hatte. Wie Saymaz berichtet, wurden diese Namen erst nach der Untersuchung der Korrespondenz auf dem Mobiltelefon von Gün in die Akte aufgenommen.
Nachrichtenquelle: 12punto
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