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14.012

Bülent Arınç kritisiert Ermittlungen gegen die Süleymancılar: 'Sie waren Diener des Korans'

Der ehemalige Parlamentspräsident Bülent Arınç hat argumentiert, dass bei den Ermittlungen gegen die Süleymancılar die Vertraulichkeit und die Unschuldsvermutung verletzt wurden.

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Bülent Arınç kritisiert Ermittlungen gegen die Süleymancılar: 'Sie waren Diener des Korans'

Der ehemalige Parlamentspräsident Bülent Arınç äußerte sich zu den Ermittlungen, die in der Öffentlichkeit als gegen die Süleymancılar-Gemeinschaft gerichtet wahrgenommen werden. Arınç erklärte, er vertraue den Aussagen des Justiz- und des Innenministeriums, wonach sich die Ermittlungen nicht gegen die Gemeinschaft als solche, sondern gegen strafrechtliche Vorwürfe gegen bestimmte Einzelpersonen richteten.

Dennoch kritisierte Arınç, dass es während des Ermittlungsverfahrens zu Praktiken gekommen sei, die gegen die Strafprozessordnung verstießen, und wies auf den Grundsatz der Vertraulichkeit der Ermittlungen sowie die Unschuldsvermutung hin. Er betonte, dass Personen nicht vor der Erstellung und gerichtlichen Zulassung einer Anklageschrift als schuldig bezeichnet werden dürften.

''Infolge dieses Prozesses werden Menschen in den sozialen Medien leider vorverurteilt. Auch in den Print- und audiovisuellen Medien fällen Menschen, die weder über Wissen noch über einen Bezug zum Thema verfügen, Urteile; zudem werden anhand einiger Bilder verzerrte Aussagen über das Vermögen oder die Aktivitäten der Personen verbreitet.''

Arınç betonte die Bedeutung der Pressefreiheit und des Rechts der Öffentlichkeit auf Information, sagte jedoch, dass auch das Recht auf ein faires Ermittlungsverfahren und ein faires Gerichtsverfahren geschützt werden müsse. Er erklärte, dass die korrekte Methode bei Ermittlungen darin bestehe, vom Beweis zur Person zu gelangen, während die Suche nach Beweisen auf Basis von Anschuldigungen falsch sei.

Arınç erinnerte daran, dass im Zuge des Prozesses auch Diskussionen über Exhumierungen aufgekommen seien, und argumentierte, dass Personen ohne Fachkenntnisse in Rechtswissenschaft oder Rechtsmedizin versuchten, „neue Straftäter zu finden“.

DEBATTE ÜBER GEMEINSCHAFTEN UND TARIKATE

Arınç behauptete zudem, dass Gemeinschaften und Tarikate durch die Ermittlungen ins Visier genommen würden. Er reagierte auf Forderungen aus bestimmten Kreisen, „Gemeinschaften und Tarikate zu schließen“, und sagte, diese Strukturen seien soziologische Realitäten, die in der Türkei seit vielen Jahren existierten.

In seiner Erklärung gedachte Arınç auch des Juristen und Gründungspräsidenten der Atatürk-Denkmal-Vereinigung (ADD), Muammer Aksoy. Er wies darauf hin, dass Aksoy nach dem 12. September als Anwalt für Kemal Kaçar, den Anführer der Süleymancılar, tätig war. Arınç führte auch Aksoys positive Einschätzungen über die Süleymancılar an.

Arınç betonte, dass er seit langem Kontakt zu den Süleymancılar habe, aber nie Mitglied der Gemeinschaft gewesen sei, und sagte, er kenne Kemal Kaçar noch aus seiner Zeit an der juristischen Fakultät. Arınç erklärte, dass die von Süleyman Hilmi Tunahan angeführte Struktur in der Türkei Koranunterricht erteile, und sagte: „In allen Städten, in denen ich war, und überall, wo ich hinging, hatte ich freundschaftliche Beziehungen zu ihnen. Denn sie waren wahrlich Menschen, die dem Koran dienten.“

Darüber hinaus gab Arınç bekannt, dass er und der verstorbene Ahmet Arif Denizolgun im selben Jahr Abgeordnete wurden und er während der Wahlperiode 2011 mit Wissen des damaligen AK-Partei-Vorsitzenden Recep Tayyip Erdoğan mehrere private Treffen mit Denizolgun abgehalten habe. Arınç merkte an, dass er bei diesen Treffen zwar keine Unterstützung für die AK-Partei habe erwirken können, sie jedoch die Gelegenheit gehabt hätten, verschiedene Themen zu besprechen.

 

Nachrichtenquelle: 12punto

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