Cengiz Holding wird in Elazığ für Kupfermine aktiv: Fläche so groß wie 409 Fußballfelder
Eti Bakır AŞ hat mit den Arbeiten zur Errichtung einer unterirdischen Kupfermine auf einem weitläufigen Gelände in Elazığ begonnen. Die Mine soll in einem Gebiet entstehen, das insgesamt 409 Fußballfelder umfasst und sich über staatliches Land, Waldgebiete, landwirtschaftliche Flächen sowie Privatbesitz erstreckt.
Eti Bakır AŞ, eines der Unternehmen von Mehmet Cengiz, das regelmäßig aufgrund gewonnener Ausschreibungen, Umweltzerstörungen und politischer Verbindungen in den Schlagzeilen steht, ist in Elazığ für ein Kupferminenprojekt aktiv geworden.
Wie Şeyda Öztürk von der Zeitung Cumhuriyet berichtet, wurde der Antrag des Unternehmens beim Ministerium für Umwelt, Urbanisierung und Klimawandel geprüft. Das Ministerium gab bekannt, dass die Prüfungskommission (İDK) am 27. August zu einer Sitzung zusammenkommen wird, um das Projekt zu bewerten. Nach diesem Treffen wird die endgültige Entscheidung über das Projekt fallen.
Eti Bakır wird in der Region Maden in Elazığ eine unterirdische Kupfermine auf einer Fläche von 290,81 Hektar errichten – das entspricht der Größe von 409 Fußballfeldern und setzt sich aus staatlichem Land, Waldgebieten, Feldern und Privatgrundstücken zusammen.
Im Rahmen der Arbeiten sind der Bau von Transportbetonanlagen, einem Teich sowie einem Lager für Sprengstoffe geplant. Das Unternehmen wird den Erzabbau unter Tage durchführen. Das Füllmaterial soll jedoch aus einem Kalksteinbruch bezogen werden, für den bereits zuvor eine Genehmigung erteilt wurde.
32 MILLIONEN 855 TAUSEND TONNEN
Das vor Ort abgebaute Erz soll in einer geplanten Flotationsanlage angereichert und anschließend zu den Betrieben von Eti Bakır in Samsun oder Mazıdağı transportiert werden. Die Menge des während der gesamten Projektlaufzeit geförderten Erzes wird mit 32 Millionen 855 Tausend Tonnen angegeben. Das Unternehmen hatte zuvor bereits eine Fläche von 350 Hektar für dieses Projekt vorgesehen. Aufgrund von Überschneidungen mit einer anderen Bergbaulizenz wurde das Gebiet jedoch auf 290,81 Hektar verkleinert.
100 BÄUME PRO HEKTAR
Laut den Untersuchungen im 4.884-seitigen Umweltverträglichkeitsprüfungsbericht (UVP) des Unternehmens bestehen 2,5 Hektar des Projektgebiets aus Waldland. In diesem Rahmen wurde berechnet, dass sich dort durchschnittlich 100 Bäume pro Hektar befinden. Die Anzahl der für das Projekt zu fällenden Bäume wurde mit 250 angegeben. Die genaue Zahl der zu fällenden Bäume wird jedoch im Rahmen des forstrechtlichen Genehmigungsverfahrens durch die zuständige Forstverwaltung festgelegt.
Nachrichtenquelle: 12punto
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