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CEO von Zorlu Holding festgenommen: Cem Köksal tritt zurück

Der CEO der Zorlu Holding, Cem Köksal, wurde im Rahmen einer Untersuchung wegen 'Verhinderung der Ausübung der Glaubens-, Gedanken- und Überzeugungsfreiheit' festgenommen. Nach den Ereignissen trat Köksal von seinem Amt zurück.

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CEO von Zorlu Holding festgenommen: Cem Köksal tritt zurück

Eine E-Mail, die Köksal an den CEO von Vestel, Ergün Güler, geschickt hatte, nachdem dieser eine Glückwunschbotschaft zum Ramadan veröffentlicht hatte, war in den sozialen Medien kursiert.

Cem Köksal erklärte in seiner E-Mail, dass die Holding als Unternehmen lediglich den Ramadan und das Opferfest feiere, und betonte, dass sie eine unabhängige Haltung gegenüber religiösen Feiertagen einnähmen.

Köksal, der angab, bereits zuvor vor diesem Thema gewarnt zu haben, betonte zudem, dass sich solche Feierlichkeiten nicht wiederholen dürften.

Nachdem die E-Mail in den sozialen Medien veröffentlicht wurde, leitete die Staatsanwaltschaft Ermittlungen ein.

VON SEINEM AMT ZURÜCKGETRETEN

Es wurde bekannt, dass der CEO der Zorlu Holding, Cem Köksal, nach seiner Festnahme von seinem Posten zurückgetreten ist. Hier ist der Rücktrittstext von Köksal:

Nach dieser Entwicklung gab Köksal seinen Rücktritt per E-Mail an die Mitarbeiter des Unternehmens bekannt und schrieb folgende Zeilen:

"Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich möchte mitteilen, dass ich mit dem heutigen Tag von meiner Position als CEO der Zorlu Holding zurücktrete.

Ich habe diese Entscheidung getroffen, damit die Diskussionen, die durch den Schriftverkehr mit meinem Kollegen Ergün Güler, dem CEO unseres Konzernunternehmens Vestel – dessen Inhalt sich im Wesentlichen auf geschäftliche Angelegenheiten bezog –, entstanden sind, der Zorlu-Gruppe, für die ich seit 28 Jahren tätig bin, nicht schaden. Die Diskussionen begannen, nachdem der Schriftverkehr zunächst versehentlich innerhalb des Unternehmens verbreitet und später öffentlich wurde.

Es tut mir leid, dass das Thema so dargestellt wurde, als ob es die Überzeugungen und Werte unserer Gruppe sowie meine persönlichen Werte beträfe, was dazu führte, dass der eigentliche Kern der Angelegenheit, nämlich die internen Betriebsabläufe und die Führungsstruktur, aus den Augen verloren wurde.

Nach dem Rücktritt von der Zorlu Holding folgte eine Stellungnahme. In der Erklärung hieß es:

Mit freundlichen Grüßen"

Auch die Zorlu Holding gab die Rücktrittsentscheidung bekannt und äußerte sich wie folgt:

"Wir teilen die Sensibilität, die durch die öffentliche Wahrnehmung einer internen Diskussion über Führungsprinzipien zwischen dem CEO der Zorlu Holding, Cem Köksal, und dem CEO unseres Konzernunternehmens Vestel, Ergün Güler, entstanden ist; um die Öffentlichkeit korrekt zu informieren und die Haltung unserer Gruppe zu diesem Thema darzulegen, möchten wir die folgenden Informationen mitteilen.

Wir geben bekannt, dass der CEO der Zorlu Holding, Cem Köksal, mit Wirkung zum 1. März 2025 von seinem Amt zurückgetreten ist.

Es ist der Öffentlichkeit bekannt, dass die Zorlu Holding seit 1953 eine Institution ist, die Familienwerte und Geschäftsethik pflegt und mit den nationalen und spirituellen Werten unseres Landes verbunden ist.

Es ist bekannt, wie sehr unsere Gruppe, unsere Anteilseigner und alle unsere Führungskräfte stets mit gesellschaftlichen Themen verbunden sind und verantwortungsbewusst handeln.

Als Zorlu-Gruppe drücken wir allen unseren Stakeholdern und der Öffentlichkeit unser Bedauern über diese Entwicklungen aus.

Mit freundlichen Grüßen,

Verwaltungsrat der Zorlu Holding"

HIER IST DER GRUND FÜR DIE UNTERSUCHUNG

Die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul hat gegen Köksal ein Ermittlungsverfahren wegen des Vorwurfs der "Verhinderung der Ausübung der Glaubens-, Gedanken- und Überzeugungsfreiheit" eingeleitet.

In der Erklärung der Generalstaatsanwaltschaft hieß es: "Bezüglich des Vorfalls, der heute in einigen sozialen und visuellen Medienberichten aufgegriffen wurde und bei dem der CEO der Zorlu Holding, Cem Köksal, eine E-Mail an alle seine Mitarbeiter mit dem Inhalt verschickte, den Ramadan nicht zu feiern, wurde von unserer Generalstaatsanwaltschaft von Amts wegen ein Ermittlungsverfahren wegen des Straftatbestands der 'Verhinderung der Ausübung der Glaubens-, Gedanken- und Überzeugungsfreiheit' eingeleitet."

Köksal wurde heute auf Anweisung der Generalstaatsanwaltschaft festgenommen.


Nachrichtenquelle: 12punto

Cem Köksal CEO Polizeipräsidium Ramadan-Monat Zorlu Holding