CHP-Abgeordneter äußert sich zu „Zwangsverwaltung“: „Es ist eine Entscheidung der Justiz, man muss sie respektieren“
Der CHP-Abgeordnete für Gaziantep, Hasan Öztürkmen, äußerte sich zu den Diskussionen um die „absolute Nichtigkeit“, die als Versuch einer Zwangsverwaltung der CHP interpretiert werden.
Der CHP-Abgeordnete für Gaziantep, Hasan Öztürkmen, hat im Parlament überraschende Aussagen zu den Diskussionen um die „absolute Nichtigkeit“ gemacht, die innerhalb der Partei eine große Krise ausgelöst haben und als „Versuch einer Zwangsverwaltung der CHP“ interpretiert werden. Öztürkmen äußerte sich zudem klar zu seiner Unterstützung für das umstrittene Video von Kılıçdaroğlu.
Die juristischen Aktivitäten innerhalb der Cumhuriyet Halk Partisi (CHP), die sich um den Parteitagsprozess und Satzungsdiskussionen drehen, wurden in die parlamentarische Agenda eingebracht. Der CHP-Abgeordnete für Gaziantep, Hasan Öztürkmen, äußerte sich kritisch zum Prozess der Klage auf „absolute Nichtigkeit“, der in der Öffentlichkeit als „Versuch einer Zwangsverwaltung der Partei“ bezeichnet wird.
„WIR SIND DIE PARTEI, DIE DEN STAAT GEGRÜNDET HAT, DIE JUSTIZ MUSS RESPEKTIERT WERDEN“
Auf einer Pressekonferenz im Parlament wies Öztürkmen auf die rechtliche Dimension des Themas hin und betonte, anders als die Parteiführung, die Rolle der Justiz mit folgenden Worten:
„Die absolute Nichtigkeit ist nicht mein Thema oder das meiner anderen Kollegen, sondern das der Justiz. Was auch immer die Justiz entscheidet, als Partei, die den Staat gegründet hat, glaube ich, dass die Justiz als eine der drei Hauptgewalten des Staates respektiert werden muss. Die absolute Nichtigkeit ist eine Angelegenheit der Justiz. Was auch immer die Justiz entscheidet, man muss es respektieren.“
„UNTERSTÜTZUNG FÜR KILIÇDAROĞLUS VIDEO: KEINE WEITEREN WORTE NÖTIG“
Öztürkmen bezog sich auch auf das Video, das der ehemalige CHP-Vorsitzende Kemal Kılıçdaroğlu gestern auf seinem Social-Media-Account geteilt hatte und das in der Parteibasis für große Diskussionen sorgte. Der Abgeordnete aus Gaziantep bezog klar Stellung: „Ich bin einer der Abgeordneten, die das Video von Herrn Kemal Kılıçdaroğlu geteilt haben. Es gibt keinen Grund, noch mehr dazu zu sagen“, und sandte damit eine deutliche Botschaft an die Parteizentrale.
„KILIÇDAROĞLUS AUFRUF ZUR REINIGUNG HATTE DIE PARTEI ERSCHÜTTERT“
Der ehemalige Vorsitzende Kemal Kılıçdaroğlu hatte in einem 3,5-minütigen Video, das er auf seinem Social-Media-Account veröffentlichte, scharfe Worte gewählt, was in der Partei auf Ablehnung stieß. Kılıçdaroğlu äußerte sich vor dem Hintergrund des laufenden Gerichtsverfahrens, das darauf abzielt, den Parteitag, bei dem er den Vorsitz verlor, wegen „absoluter Nichtigkeit“ (rechtliche Ungültigkeit) für nichtig zu erklären, wie folgt:
„Die Cumhuriyet Halk Partisi ist kein Erbe, das uns hinterlassen wurde. Unsere Partei ist ein heiliges Vermächtnis für uns. Ein Vermächtnis darf nicht beschmutzt werden, ein Vermächtnis darf nicht in den Schmutz gezogen werden. Es gibt Leute, die von mir erwarten, dass ich schweige oder andere Dinge sage. Ich sage die Wahrheit, ich stehe auf der Seite der Wahrheit.“
Dieser Vorstoß von Kılıçdaroğlu, der an seine früheren Aufrufe zur „internen Abrechnung“ und „Reinigung“ erinnerte, wurde in politischen Kreisen und in den sozialen Medien als offene Unterstützung für den juristischen Prozess zur Annullierung des verlorenen Parteitags durch ein Gerichtsurteil sowie als parteiinterner Schachzug interpretiert.
Nachrichtenquelle: 12punto
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