CHP-Abgeordneter Emir kritisiert 'touristisches Visum-Ersuchen' des Außenministeriums: Mit welchem Recht, mit welcher Logik?
Der AKP-Politiker Mehmet Metiner gab bekannt, dass die USA seinen Visumantrag trotz eines Schreibens des türkischen Außenministeriums abgelehnt haben. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CHP, Murat Emir, kritisierte diesen Vorfall scharf.
Die USA haben den Visumantrag des AKP-Politikers Mehmet Metiner trotz eines Schreibens des Außenministeriums abgelehnt. Daraufhin entbrannte in den sozialen Medien eine Debatte über den Tonfall des Schreibens des Außenministeriums und die Tatsache, dass das Ministerium für einen ehemaligen Abgeordneten wie Metiner überhaupt ein Schreiben für einen Visumantrag ausgestellt hat.
Metiner gab die Ablehnung über einen Beitrag auf X bekannt.
Metiner erklärte, er habe heute um 08.15 Uhr bei der US-Botschaft einen Visumantrag gestellt und das vom Außenministerium ausgestellte Schreiben mitgeführt. Er habe etwa 45 Minuten gewartet und beobachtet, wie andere, die nach ihm kamen, ihre Angelegenheiten vor ihm erledigen konnten, bevor ihm mitgeteilt wurde, dass sein Antrag abgelehnt worden sei.
Metiner äußerte: "Ich habe diesen Sachverhalt dem zuständigen Generaldirektor unseres Außenministeriums mitgeteilt. Ich musste mit Bedauern feststellen, dass wir bei den US-Bürgern nicht dasselbe tun. Eine Reziprozität gibt es in dieser Angelegenheit nicht."
"Ich hoffe, unser Außenministerium wird diesbezüglich die notwendigen Schritte unternehmen. Es ist kein Geheimnis, warum die USA meinen Visumantrag negativ beschieden haben", fuhr Metiner fort. "Der Grund ist mein Widerstand gegen die Politik der USA und Israels. Dass ich dies in den Medien lautstark zum Ausdruck bringe. So sieht also ihr Verständnis von Freiheit aus! Ehrlich gesagt hatte ich damit gerechnet, dass sie kein Visum erteilen würden. Ich habe mich nicht geirrt. Dennoch habe ich den Antrag gestellt, um es zu testen. Alles hat sein Gutes", schloss er seinen Beitrag.
Nach diesem Beitrag von Metiner kam es zu heftigen Reaktionen. Kurz darauf löschte der AKP-Politiker seinen Beitrag wieder.
SCHARFE KRITIK VOM CHP-ABGEORDNETEN MURAT EMIR
Bezüglich des Eingreifens des Außenministeriums für einen ehemaligen Abgeordneten und des Schreibens an die US-Botschaft äußerte sich der CHP-Abgeordnete Emir wie folgt:
"Während wir forderten, dass Tom Barrack, der versucht, der Türkei ein monarchisches Gewand überzustreifen und sich für einen Kolonialgouverneur hält, zur 'Persona non grata' erklärt wird, sehen Sie sich an, in welchen Zustand das Außenministerium gebracht wurde!
Ein Aspekt des Skandals ist, dass das Außenministerium für ein persönliches Touristenvisum eines ehemaligen Abgeordneten interveniert und wie ein Fürsprecher ein offizielles Schreiben verfasst!
Mit welchem Recht, mit welcher Logik?
Doch der gravierendste und demütigendste Teil des Bildes ist, dass das Ministerium des Staates ein Schreiben an den Ort schickt, an dem dieser Mann Botschafter ist, und die Antwort ein großes 'NEIN!' ist.
Sie opfern das Ansehen eines großen Staates für ein persönliches Touristenvisum, werfen sich unterwürfig zu Boden und bleiben am Ende auch noch vor der Tür stehen! Und als der Skandal dann ans Licht kam, riefen sie an, um zu sagen: 'Löscht den Text'.
Wir sagen nicht umsonst: 'Die AKP hat sich der Politik von Trump ergeben'.
Dieser Vorfall ist nicht nur eine Kapitulation; er ist ein Dokument der Schande darüber, wie staatliche Ernsthaftigkeit, diplomatisches Gewicht und unser Ansehen in der Außenpolitik auf Null reduziert wurden."

Nachrichtenquelle: 12punto
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