CHP-Parteiratsmitglied Erdem äußert sich zu 'NATO-Marinebasis' und deren Folgen: Darf keinesfalls akzeptiert werden
Nachdem aus einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums hervorging, dass die Stationierung eines NATO-Marineführungskommandos am Bosporus geplant ist, folgten Reaktionen und Warnungen. Auch Bahadır Erdem, Mitglied des CHP-Parteirats, äußerte eine wichtige Warnung.
In einer Erklärung des Verteidigungsministeriums hieß es: „Der Kommandeur des multinationalen operativen Hauptquartiers für die Ukraine, Generalmajor Jean-Pierre Fague (Frankreich), und der stellvertretende Kommandeur, Generalmajor Richard Stewart Charles Bell (Vereinigtes Königreich), sowie die begleitende Delegation haben das in Anadolukavağı/Beykoz geplante Marineführungskommando besucht.“ Die Türkei wird das 2024 übernommene Kommando der Task Force bis 2028 weiterführen.
An dem Besuch nahmen auch der Istanbuler Bosporus-Kommandeur Konteradmiral Özgür Erken, der Minenflottenkommandeur Konteradmiral Birol Orak sowie Personal des Marineführungskommandos teil. Die Mitteilung, dass „das in Anadolukavağı/Beykoz geplante Marineführungskommando besucht wurde“, wurde als Hinweis auf die Errichtung einer NATO-Marinebasis interpretiert.
Auf diese Erklärung des Verteidigungsministeriums folgten zahlreiche Reaktionen. Es wurde die Befürchtung geäußert, dass durch diesen Schritt die Rechte, die die Türkei im Rahmen des Montreux-Abkommens erworben hat, gefährdet werden könnten.
Bahadır Erdem, Mitglied des CHP-Parteirats, richtete über seinen Social-Media-Account eine, wie er es nannte, „historische Warnung“ an die Öffentlichkeit.
Erdem äußerte sich in seinem Beitrag wie folgt:
"Historische Warnung:
Das Montreux-Abkommen über die Meerengen ist das wichtigste internationale Abkommen, das unser Land nach dem Vertrag von Lausanne geschlossen hat und das sicherstellt, dass die Türkei der ‚alleinige souveräne Staat‘ über den Bosporus und die Dardanellen ist.
Das Montreux-Abkommen zeigt allen Staaten ohne Schwarzmeer-Anrainerstatus sowie den Anrainerstaaten, einschließlich Russland, dass die Türkei der alleinige Souverän über diese beiden wichtigen Wasserstraßen ist.
Die Aufhebung dieses exklusiven Souveränitätsrechts, das Montreux der Türkei gewährt, ist seit Jahren der unveränderte Traum und das Ziel aller westlichen Staaten, allen voran der USA.
Das einzige Ziel der Staaten ohne Schwarzmeer-Anrainerstatus ist es seit Jahren, eine neue internationale Regelung zu implementieren, die es ihren Schiffen ermöglicht, die Meerengen ohne jegliche Beschränkungen durch das Montreux-Abkommen hinsichtlich Größe, Tonnage, mitgeführter Waffen und anderer Ladung zu passieren und ohne zeitliche Begrenzung im Schwarzen Meer zu verbleiben.
Entwicklungen, die diesem Ziel dienen, schaden nicht nur dem unveräußerlichen Souveränitätsrecht der Türkei, sondern bringen die Türkei und Russland auch gegeneinander auf.
Eine NATO-Basis an den Meerengen bedeutet die Aushöhlung von Montreux und den Verlust des exklusiven Souveränitätsrechts der Türkei.
Unter dem Vorwand des von den USA und Israel gegen den Iran begonnenen Krieges schadet dieses Diktat der USA und der NATO den überlegenen Rechten der Türkei an den Meerengen in völkerrechtlicher Hinsicht unwiderruflich.
Diese Forderungen dürfen keinesfalls akzeptiert werden.
Der einzige Weg, unser Land vor dem Krieg und der Zerstörung zu schützen, die die USA und Israel in unserer Nachbarregion verursachen, ist nicht eine NATO-Basis an der Meerenge, sondern die Stärkung der eigenen Luftverteidigungssysteme und der eigenen Stärke der Türkei.
Die Errichtung einer NATO-Basis in Istanbul, dem Juwel unseres Landes und der Welt, widerspricht den internationalen Interessen der Türkei."
Tarihi Uyarı:
— Bahadır Erdem (@BBahadirErdem) 30. März 2026
Montrö Boğazlar Sözleşmesi, Türkiye’nin İstanbul ve Çanakkale Boğazları üzerinde ‘tek hakim devlet’ olmasını sağlayan, Lozan’dan sonra ülkemizin akdettiği en önemli milletlerarası sözleşmedir.
Montrö Sözleşmesi, Karadeniz’e kıyısı olmayan bütün devletlere ve Rusya…
Nachrichtenquelle: 12punto
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