Kritische Figur aus den Epstein-Akten tot in ihrem Haus aufgefunden
Berichten der französischen Presse zufolge ist die Todesursache von Daniel Siad, dessen Name in den Epstein-Akten 2.090 Mal erwähnt wird, noch nicht bekannt.
Es wurde berichtet, dass Daniel Siad, dessen Name in den Dokumenten im Zusammenhang mit dem US-Milliardär Jeffrey Epstein auftaucht, tot in seinem Haus in Frankreich aufgefunden wurde. Laut Berichten in der französischen Presse wurde der 69-jährige schwedische Staatsbürger Siad am 20. Juli in Colombes, im Département Hauts-de-Seine nahe Paris, leblos aufgefunden.
Zur Todesursache von Siad wurde bisher keine offizielle Erklärung abgegeben. Es wurde mitgeteilt, dass eine Untersuchung zu dem Vorfall eingeleitet wurde.
Siad, der als „Model-Scout“ bekannt war, stand nicht nur wegen seiner Verbindungen zu Epstein, sondern auch wegen Vorwürfen sexueller Gewalt unter Ermittlung. In den vom US-Justizministerium veröffentlichten Epstein-Akten wurde Siads Name 2.090 Mal genannt.
VORWÜRFE IN DEN EPSTEIN-AKTEN
In den Akten hieß es, dass Korrespondenzen vorlägen, wonach Epstein Siad als Vermittler genutzt habe, um Zugang zu jungen Frauen zu erhalten. In diesen Schriftwechseln soll Siad gegenüber Epstein von minderjährigen Mädchen berichtet haben, die bereit seien, als Models zu arbeiten.
Es war bekannt, dass Siad mit dem französischen Modelagentur-Manager Jean-Luc Brunel zusammenarbeitete. Auch Brunel war aufgrund von Vorwürfen sexueller Übergriffe auf Kinder und Models in die Schlagzeilen geraten und wurde 2022 tot in seiner Gefängniszelle in Frankreich aufgefunden.
Epstein, dem vorgeworfen wurde, zahlreiche Mädchen unter 18 Jahren sexuell missbraucht und ein Prostitutionsnetzwerk aufgebaut zu haben, wurde während des laufenden Gerichtsverfahrens am 10. August 2019 tot in seiner Zelle im Metropolitan Correctional Center in Manhattan, New York, aufgefunden.
Das US-amerikanische Federal Bureau of Investigation (FBI) und das US-Justizministerium hatten zuvor in ihren Untersuchungen erklärt, dass Epsteins Tod als Suizid eingestuft wurde; zudem teilten sie mit, dass keine Beweise für die Existenz einer „Kundenliste“ mit prominenten Namen gefunden werden konnten.
Nachrichtenquelle: 12punto
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