CHP-Politikerin Nazlıaka trifft Familienministerin Göktaş: Welche Themen stehen auf der Agenda?
Aylin Nazlıaka, die stellvertretende CHP-Vorsitzende für Familie und soziale Dienste, hat erläutert, welche Themen sie bei ihrem Treffen mit Ministerin Mahinur Özdemir Göktaş zur Sprache bringen wird.
Nach den Kommunalwahlen vom 31. März und den Gesprächen zwischen dem AKP-Vorsitzenden und Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan sowie dem CHP-Chef Özgür Özel hat in der Politik eine Phase der Entspannung bzw. Normalisierung begonnen.
Aylin Nazlıaka, die in der Schattenkabinett-Struktur der CHP für Familie und soziale Dienste zuständig ist, wird morgen mit der Ministerin für Familie und soziale Dienste, Mahinur Özdemir Göktaş, zusammenkommen. Das Treffen findet im Büro des diensthabenden Ministers im Parlament statt.
VORRANGIGES THEMA: FRAUENMORDE
Wie die Zeitung Cumhuriyet berichtet, gab Nazlıaka Informationen zu den Themen bekannt, die sie ansprechen will: „Mein vorrangiges Thema wird die Gewalt gegen Frauen und Frauenmorde sein, eines der schmerzhaftesten Probleme des Landes. Vor kurzem hat Innenminister Ali Yerlikaya Daten zu Frauenmorden veröffentlicht, doch diese Daten spiegeln nicht die Realität wider. Sie haben nicht das Geringste mit den Daten der Plattform 'Wir werden Frauenmorde stoppen' (Kadın Cinayetlerini Durduracağız Platformu) zu tun. Ich werde Göktaş auf die Schwachstellen beim Zugang zu korrekten Daten hinweisen.“
NACHNAMEN-ZWANG
Nazlıaka fuhr wie folgt fort:
„Außerdem werde ich fordern, dass nicht länger zugelassen wird, dass Frauenmorde unter dem Deckmantel 'verdächtiger Todesfälle' vertuscht werden. Ich werde die KADES-App, die Unzulänglichkeit der elektronischen Fußfessel, den Untersuchungsausschuss für Gewalt, den im 9. Justizpaket enthaltenen Zwang zum Nachnamen, der den Gleichheitsgrundsatz missachtet, das Gesetz Nr. 6284, das beschnitten werden soll, sowie das Zivilgesetzbuch, das von Grund auf neu geschrieben werden soll, zur Sprache bringen.“
PROTOKOLLE MIT SEKTE-GRUPPIERUNGEN WERDEN DISKUTIERT
Aylin Nazlıaka erklärte, dass auch diskriminierende Praktiken zwischen Angehörigen von Märtyrern und Veteranen ein wichtiger Tagesordnungspunkt sein werden, und teilte mit: „Ich werde von ihnen zudem umfassende Informationen über die Protokolle verlangen, die mit Organisationen unterzeichnet wurden, die sie als NGOs bezeichnen, bei denen es sich aber um Sekten handelt.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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