CHP-Provinzchef von Bursa, Yeşiltaş, abgesetzt, Turgut Özkan übernimmt: Parteimitglieder errichten Barrikaden vor dem Parteigebäude
Die Führungskrise in der CHP nach der gerichtlichen Entscheidung zur absoluten Nichtigkeit hat auch Bursa erreicht. Parteimitglieder, die gegen die Entscheidung des neuen, unter Kemal Kılıçdaroğlu stehenden MYK protestierten, den CHP-Provinzchef von Bursa, Nihat Yeşiltaş, abzusetzen und durch Turgut Özkan zu ersetzen, errichteten am Eingang des Parteigebäudes Barrikaden.
Das neue CHP-MYK hat den CHP-Provinzchef von Bursa, Nihat Yeşiltaş, seines Amtes enthoben und Turgut Özkan zu seinem Nachfolger ernannt. Die Entscheidung stieß bei den Parteimitgliedern auf großen Widerstand.
Nach Bekanntwerden der Entscheidung kamen Parteimitglieder zum Provinzgebäude und errichteten mit Stühlen eine Barrikade vor dem Eingang, um die Amtsübergabe zu verhindern.
Der CHP-Provinzchef von Bursa, Nihat Yeşiltaş, äußerte sich zu den Entwicklungen und argumentierte, dass die getroffene Entscheidung rechtlich und politisch ungültig sei: "Ein Nichtigkeit-Gremium hat eine Entscheidung getroffen. Diese Entscheidung ist ungültig. Denn sie haben das MYK einberufen und eine solche Entscheidung getroffen, ohne dass die Mitglieder zusammengekommen sind. Diese Entscheidungen haben keinerlei Legitimität. Sie stehen in völligem Widerspruch zum Gesetz und zu den Gepflogenheiten der Partei. Daher erkennen wir die von ihnen getroffene Entscheidung nicht an", sagte er.

Yeşiltaş betonte, dass er weiterhin im Amt sei und die Parteiorganisation hinter ihm stehe: "Wir sind weiterhin im Amt. Die Organisation von Bursa ist hier, unsere Bezirksvorsitzenden sind hier, unsere Mitglieder sind hier. Wir werden dieses Gebäude und diese Organisation nicht durch Entscheidungen ausliefern, die am Schreibtisch getroffen wurden. Wir werden unseren Kampf weiterhin im Rahmen des Rechts fortsetzen", erklärte er.

"Wir werden nicht zulassen, dass sie in der Öffentlichkeit den Eindruck eines Opfers erwecken"
Der zum neuen Provinzchef ernannte Turgut Özkan erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur İhlas: "Wir wollen nicht, dass sich die Ereignisse aus Ankara in Bursa wiederholen. Wir werden nicht zulassen, dass der Eindruck entsteht, man sei abgesetzt worden und nun ein Opfer. Wir werden die uns gesetzlich übertragene Aufgabe erfüllen. Ich habe Herrn Nihat gegenüber meinen Standpunkt geäußert, damit er eine Übergabezeremonie durchführt. Er hat dies jedoch abgelehnt. Hier liegt keinerlei Benachteiligung vor. Der rechtliche Prozess läuft."
Während die im Provinzgebäude versammelten Parteimitglieder Yeşiltaş mit Sprechchören unterstützten, wurden Stühle vor dem Eingang aufgestellt, um quasi Wache zu halten.
Nachrichtenquelle: İHA
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