Debatten über vorgezogene Neuwahlen in der AKP: Zwei Pläne rücken in den Fokus
Die Kolumnistin der Gazete Pencere, Nuray Babacan, behauptet, dass in den Kulissen der AKP Ideen für mögliche vorgezogene Neuwahlen entwickelt werden.
Die Debatte über „vorgezogene Neuwahlen“, die nach den Kommunalwahlen vom 31. März entbrannte, hält weiter an.
Während der CHP-Vorsitzende Özgür Özel bei jedem Treffen mit Bürgern den Slogan „Wenn es keinen Lebensunterhalt gibt, gibt es Wahlen“ propagiert, sind nun Details aus den Kulissen der AKP über mögliche vorgezogene Wahlen bekannt geworden.
Die Kolumnistin der Gazete Pencere, Nuray Babacan, die darüber schreibt, dass in der AKP Ideen für mögliche vorgezogene Wahlen entwickelt werden, äußerte: „Da das Parlament wie am Ende jeder Legislaturperiode Tag und Nacht arbeitet und die AKP-Politiker stundenlange Gespräche führen, begannen sich bezüglich der kommenden politischen Entwicklungen einige gewiefte Ideen zu offenbaren.“
Laut Nuray Babacan, die berichtet, dass die Priorität der Parteiquellen derzeit auf der Wirtschaft liege, erklärten die Strategen: „Unsere derzeitige Priorität ist die Wirtschaft. Wir arbeiten daran, die Wirtschaft wieder auf Kurs zu bringen. Wenn der Ort und die Zeit gekommen sind, wird das Thema des Wahltermins bewertet. Eine Erneuerung der Wahlen Anfang 2027 kommt jedoch als Überlegung infrage. Eine Vorverlegung der Wahlen, die normalerweise für Mai 2028 angesetzt sind, um maximal ein Jahr, könnte diskutiert werden.“
Nuray Babacan wies darauf hin, dass die Parteistrategen daran erinnerten, dass für eine dritte Kandidatur des Präsidenten eine Entscheidung des Parlaments zur Neuwahl erforderlich sei, und teilte daraufhin folgende Details mit:
„Die AKP-Mitglieder entwickeln mögliche Pläne, ohne dabei mögliche Entwicklungen in der Welt, im Land oder in der Opposition zu berücksichtigen. Wer könnte beispielsweise Nein sagen, wenn ein Kontakt zur Opposition aufgenommen würde, um zum parlamentarischen System zurückzukehren, und dies als Vorbedingung gestellt würde? In einer solchen Konstellation könnte die AKP als größte Partei vorteilhaft hervorgehen und eine ‚Notwendigkeit‘ wie die Bündnispartnerschaft könnte entfallen…
Eine weitere gewiefte Idee ist die Überarbeitung des Präsidialsystems, um die Wahl des Präsidenten mit 40 plus 1 statt 50 plus 1 zu ermöglichen. Da beide Pläne eine Verfassungsänderung erfordern würden, erscheinen sie wie ein komplexer und schwieriger Traum. Man darf den MHP-Faktor nicht vergessen.“
Der Artikel von Nuray Babacan mit dem Titel ‚Sollten wir zum parlamentarischen System zurückkehren? Wie kann die AKP gerettet werden?‘ lautet wie folgt:
Da das Parlament wie am Ende jeder Legislaturperiode Tag und Nacht arbeitet und die AKP-Politiker stundenlange Gespräche führen, begannen sich bezüglich der kommenden politischen Entwicklungen einige gewiefte Ideen zu offenbaren! Zum Beispiel: „Was sollte getan werden, um die Regierungspartei AKP im Falle einer vorgezogenen Wahl in eine vorteilhafte Position zu bringen?“ Was würde passieren, wenn die Rückkehr zum parlamentarischen System als Vorschlag an die Opposition herangetragen würde, um die Alleinregierung zu sichern?
OFFIZIELLE HALTUNG IST ANDERS
Zunächst einmal sei gesagt: Vorgezogene Wahlen werden nicht als offizielle Parteipolitik auf die Tagesordnung gesetzt. Man wird kein Teil der Politik der CHP oder einer anderen Oppositionspartei sein, die vorgezogene Wahlen thematisiert. Es werden keine Erklärungen abgegeben, die dazu führen würden, dass das Thema auf der Agenda bleibt.
Die Parteistrategen erinnern daran, dass für eine dritte Kandidatur des Präsidenten eine Entscheidung des Parlaments zur Neuwahl erforderlich sei. Sie betonen jedoch, dass es für Diskussionen zu diesem Thema noch viel zu früh sei und sie das Thema daher vorerst nicht öffentlich diskutieren würden.
DIE WIRTSCHAFT MACHT ANGST
Natürlich wissen sie, dass es Probleme gibt, die überwunden werden müssen, um aus einer Wahl vorteilhaft hervorzugehen. Parteiquellen sagen: „Unsere derzeitige Priorität ist die Wirtschaft. Wir arbeiten daran, die Wirtschaft wieder auf Kurs zu bringen. Wenn der Ort und die Zeit gekommen sind, wird das Thema des Wahltermins bewertet. Eine Erneuerung der Wahlen Anfang 2027 kommt jedoch als Überlegung infrage. Eine Vorverlegung der Wahlen, die normalerweise für Mai 2028 angesetzt sind, um maximal ein Jahr, könnte diskutiert werden.“
DIE GEDANKEN SIND ANDERS
Natürlich hindert diese offizielle Ansicht niemanden daran, in den Kulissen über Wege zu sprechen, wie man aus den Wahlen vorteilhaft hervorgehen kann. Die AKP-Mitglieder entwickeln mögliche Pläne, ohne dabei mögliche Entwicklungen in der Welt, im Land oder in der Opposition zu berücksichtigen. Wer könnte beispielsweise Nein sagen, wenn ein Kontakt zur Opposition aufgenommen würde, um zum parlamentarischen System zurückzukehren, und dies als Vorbedingung gestellt würde? In einer solchen Konstellation könnte die AKP als größte Partei vorteilhaft hervorgehen und eine ‚Notwendigkeit‘ wie die Bündnispartnerschaft könnte entfallen…
IN DEN GESPRÄCHEN GIBT ES ALLES
Eine weitere gewiefte Idee ist die Überarbeitung des Präsidialsystems, um die Wahl des Präsidenten mit 40 plus 1 statt 50 plus 1 zu ermöglichen. Da beide Pläne eine Verfassungsänderung erfordern würden, erscheinen sie wie ein komplexer und schwieriger Traum. Man darf den MHP-Faktor nicht vergessen.
Nachrichtenquelle: 12punto
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