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'Der größte Erdgasfund der Republikgeschichte' erneut im Gespräch: Vorbereitung auf ein Referendum?

Die Äußerung von Bayraktar in den USA, 'Wir haben in Sakarya die größte Erdgasreserve der Republikgeschichte gefunden', schaffte es in die Schlagzeilen der Medien. Berichte regierungsnaher Medien zu diesem Thema warfen die Frage auf: 'Stehen vorgezogene Neuwahlen oder ein Verfassungsreferendum bevor?'

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'Der größte Erdgasfund der Republikgeschichte' erneut im Gespräch: Vorbereitung auf ein Referendum?

Der Minister für Energie und natürliche Ressourcen, Alparslan Bayraktar, der zur Teilnahme an der 79. Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) nach New York gereist war, äußerte sich zu aktuellen Themen und der Energiepolitik der Türkei. Dass Bayraktars Aussage, 'Wir haben in Sakarya die größte Erdgasreserve der Republikgeschichte gefunden', von den Medien in den Vordergrund gerückt wurde, könnte mit den Möglichkeiten eines Referendums oder vorgezogener Neuwahlen zusammenhängen.

In den letzten Jahren hat die Regierung häufig betont, dass vor Wahlen 'historische' Mengen an Erdgas, Erdöl und ähnlichen Bodenschätzen entdeckt wurden. In den letzten Monaten waren die Möglichkeiten eines Verfassungsreferendums und vorgezogener Neuwahlen in der Türkei häufig Gegenstand der Berichterstattung und der öffentlichen Debatte.

Politische Analysten und Journalisten äußerten bei entsprechenden Anlässen regelmäßig die Ansicht, dass die Thematisierung natürlicher Ressourcen in Wahlperioden eine Form politischer 'Propaganda' darstelle.

Einige Nutzer sozialer Medien teilten Kommentare zu der Nachricht im Sinne von 'die Wahlen rücken näher'.

Sucharbeiten im Erdgasfeld Sakarya, 2024 Quelle: Anadolu Ajansı

DIE 'ERFOLGSMELDUNGEN' DER REGIERUNG FALLEN MIT WAHLPERIODEN ZUSAMMEN

Die Entdeckung natürlicher Ressourcen kurz vor Wahlen in der Türkei beschäftigt die politische Agenda intensiv. Präsident Recep Tayyip Erdoğan bringt diese Entdeckungen in Wahlkampfveranstaltungen zur Sprache. Der 'Tuna-1-Fund' im Jahr 2020 und der 'zusätzliche Erdgasfund' im selben Bohrgebiet sowie die Funde 'Amasra-1' und 'Çaycuma-1' im Jahr 2021 sind Beispiele hierfür.

Regierungsnahe Medienquellen berichteten jedes Mal über die von Erdoğan verkündeten Entdeckungen natürlicher Ressourcen mit dem Begriff 'gute Nachricht' (müjde).

Nutzer sozialer Medien und als 'oppositionell' bezeichnete Medienorganisationen argumentierten hingegen, dass es sich hierbei um eine Form der 'politischen Propaganda' handele.

In den Medien kamen Behauptungen auf, dass die AKP Erdgas- und ähnliche Ressourcenfunde 'verzerre' und der Öffentlichkeit präsentiere, um 'Hoffnung' auf eine Besserung der wirtschaftlichen Lage zu wecken.

Präsident Erdoğan erläutert 2022 die Erdgas-Sucharbeiten, Quelle: Präsidentschaft der Republik Türkei

ERDOĞAN HATTE ZUVOR SCHON EINMAL DEN 'GRÖSSTEN FUND DER GESCHICHTE' VERKÜNDET

Eine sehr ähnliche Erklärung wie die von Bayraktar, dass im Erdgasfeld Sakarya 'die größten Erdgasreserven der Republikgeschichte gefunden wurden', hatte Erdoğan bereits 2020 für einen anderen Fund abgegeben. Der Präsident hatte 2020 erklärt, dass die Tuna-1-Bohrung die 'größte Erdgasreserve in der Geschichte der Türkei' sei, und diese Aussage bis zu den Parlamentswahlen 2023 häufig wiederholt.

Der gemeinsame Nenner aller Entdeckungen ist die Behauptung, dass sie 'eines Tages in der Zukunft' die Wirtschaft entlasten und die Türkei 'zu einem der führenden Länder im Energiebereich weltweit' machen werden.

Laut Bayraktars Erklärung wird die 'schwimmende Produktionsanlage', die das auf See geförderte Gas verarbeiten und an Land transportieren soll, in der kommenden Woche in der Türkei eintreffen. Die Inbetriebnahme der Anlage wird jedoch erst 2026 erfolgen.

Erdoğan hatte zuvor bereits den Import der schwimmenden Produktionsanlage als 'gute Nachricht' angekündigt.

Der Minister fügte hinzu, dass 'in Zukunft eine Produktion auf einem Niveau erreicht werde, das den Erdgasbedarf von 4 Millionen Haushalten decken könne'.

Minister für Energie und natürliche Ressourcen Alparslan Bayraktar


Nachrichtenquelle: 12punto

Alparslan Bayraktar Recep Tayyip Erdoğan Erdgas Vorgezogene Wahl Verfassungsreferendum