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Der Schleier des Schweigens über dem Tod des Journalisten Hakan Tosun lüftet sich nicht

Die Ermittlungen zum Mord an dem Journalisten Hakan Tosun, der im Istanbuler Stadtteil Esenyurt zu Tode geprügelt wurde, bleiben unklar. Tosuns Schwester, Öznur Tosun, kritisierte die Gleichgültigkeit der Justiz und fragte: „Warum habt ihr Hakan getötet?“

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Der Schleier des Schweigens über dem Tod des Journalisten Hakan Tosun lüftet sich nicht

Im Zusammenhang mit dem Tod des Journalisten Hakan Tosun, der im Istanbuler Stadtteil Esenyurt zu Tode geprügelt wurde, sind neue Details ans Licht gekommen. Obwohl seit dem Vorfall mehr als ein Monat vergangen ist, bleiben Fragen zum Motiv und zu den Tätern weiterhin offen.

Tosuns Schwester, Öznur Tosun, äußerte sich kritisch zum Prozessverlauf: „Wir haben gefragt, was am 10. Oktober mit Hakan passiert ist, und erfuhren am 11. Oktober, dass er im Krankenhaus liegt. Wir haben gesehen, dass er in der Nacht des 10. Oktober zusammengeschlagen und ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Jetzt fragen wir: ‚Warum habt ihr Hakan Tosun getötet?‘ Wir erhalten auf keine dieser Fragen eine Antwort.“

„DIE JUSTIZ IST GLEICHGÜLTIG GEBLIEBEN“

Die Familie äußerte ihre Besorgnis über die langsame Justizarbeit und das Schweigen rund um den Mord. Öznur Tosun sagte: „Dass Banden auf den Straßen kaltblütig Menschen töten und sich dann einfach abwenden und gehen, gibt uns zu denken. Wie sicher sind wir? Wie sicher können wir sein, dass nach ihm nicht noch jemand wie Hakan getötet wird? Dieses Schweigen wird uns alle noch einholen.“

Die Familie Tosun forderte Gerechtigkeit und eine umfassende Aufklärung des Vorfalls.

„KARAMASKELILER“-BEITRÄGE IN DEN SOZIALEN MEDIEN

Berichten der Journalisten Zeynep Kuray und Yadigar Aygün zufolge wurden auf den Social-Media-Konten des Verdächtigen Yusuf Özakdağ, der von der Polizeistation Esenyurt Mevlana als „Zeuge“ vernommen und anschließend wieder freigelassen wurde, auffällige Beiträge gefunden.

In Özakdağs Profil wurden Beiträge mit Hashtags wie „#infaztimi“ (Hinrichtungskommando), „#karamaskeliler“ (Die Schwarzmaskierten) und „#dlt“ (Abkürzung für die Daltonlar-Gruppe) entdeckt, die Fotos von Motorrädern ohne Kennzeichen und Waffen enthielten.


Nachrichtenquelle: 12punto

Hakan Tosun