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Die Entscheidung der Vereinigten Arabischen Emirate, die OPEC zu verlassen, gestaltet das globale Ölangebotsgleichgewicht neu

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben offiziell ihren Austritt aus der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) zum 1. Mai bekannt gegeben. Der Ökonom Mahfi Eğilmez bewertet diesen Schritt, der einen Schock auf den globalen Energiemärkten ausgelöst hat, und betont, dass der Abschied des viertgrößten Produzenten nicht nur einen Mengenverlust darstelle, sondern einen strategischen Schlag gegen die sechzigjährige Kartelldisziplin bedeute.

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Die Entscheidung der Vereinigten Arabischen Emirate, die OPEC zu verlassen, gestaltet das globale Ölangebotsgleichgewicht neu

Die globalen Energiegleichgewichte haben mit der Ankündigung der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), ihre OPEC-Mitgliedschaft zum 1. Mai zu beenden, einen historischen Wendepunkt erreicht. Diese Austrittsentscheidung, die in einer Zeit fällt, in der geopolitische Spannungen im Nahen Osten und strategische Risiken an der Straße von Hormus die Ölpreise in Richtung der 100-Dollar-Marke getrieben haben, hat die Sorgen um die Versorgungssicherheit auf den Märkten verschärft. Mit der Bekanntgabe der Entscheidung stieg der Preis für ein Barrel Brent-Öl rasch auf 105 Dollar, während sich die Blicke auf die mittelfristigen Auswirkungen dieses radikalen Schritts des viertgrößten Produzenten der Organisation richteten.

Der Ökonom Mahfi Eğilmez nahm die strukturellen Auswirkungen dieser Entwicklung auf das globale Ölkartell in einer Analyse unter die Lupe, die er nach der Austrittsentscheidung veröffentlichte. Laut Eğilmez ist dieser Schritt der VAE das konkreteste Anzeichen dafür, dass die "preissetzende" Macht der 1960 gegründeten Organisation auf dem Markt schwindet.

DOMINO-EFFEKT IN DER KARTELLDISZIPLIN UND WAHRNEHMUNGSMANAGEMENT

Mahfi Eğilmez wies darauf hin, dass die VAE bisher als eines der Länder galten, die sich am treuesten an die Produktionsquoten hielten, und warnte, dass dieser Bruch die Disziplin unter den anderen Mitgliedsländern erschüttern könnte. Eğilmez erklärte, dass dieser Austritt die Wahrnehmung auf dem Markt auslösen könnte, dass "das Kartell vollständig zerfällt", und dass diese Erwartung die Preise in kurzer Zeit auf ein Niveau von 115 Dollar getrieben habe. Eğilmez wies jedoch auch auf die Kehrseite der Medaille hin: Er prognostiziert, dass eine Produktionssteigerung der VAE, sobald sie von den Kartellbeschränkungen befreit sind, mittel- bis langfristig einen Abwärtsdruck auf die Preise ausüben könnte.

RÜCKGANG DES ANGEBOTSANTEILS UND DIE ZUKUNFT DER OPEC+-STRUKTUR

Mahfi Eğilmez, der den historischen Verlauf der OPEC mit Daten analysiert, erinnert daran, dass der Marktanteil der Organisation von 60 % auf 42 % gesunken ist. Eğilmez stellt fest, dass die nach der Krise von 2008 in den USA beschleunigte Schieferölproduktion die absolute Autorität des Kartells erschüttert habe, und betont, dass die 2016 gegründete OPEC+-Struktur eine lockere "Kooperationsgruppe" ohne zwingende Regulierungen sei. Eğilmez erklärt, dass der Einfluss der Organisation auf Angebot und Preis mit dem Austritt der VAE marginalisiert werde; solange das Bündnis zwischen Saudi-Arabien und Russland bestehe, werde die Struktur ihre Rolle als "Preisausgleicher" beibehalten, doch eine Rückkehr zu ihrer alten Stärke als "Preissetzer" sei nun weitaus schwieriger.




Nachrichtenquelle: 12punto

VAE OPEC