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Die historische Chronologie und der Entwicklungsprozess der Beziehungen zwischen Erdoğan und Trump

Obwohl Trump erklärt, "Erdoğan ist mein Freund", sind die Beziehungen aufgrund strategischer Interessen und politischer Differenzen weiterhin von Spannungen geprägt.

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Die historische Chronologie und der Entwicklungsprozess der Beziehungen zwischen Erdoğan und Trump

Trump, der kürzlich in Bezug auf Syrien lobende Worte für die Türkei fand und sagte: "Erdoğan ist mein Freund", erinnerte damit auch an die von Spannungen geprägten Beziehungen, die durch strategische Interessen und politische Differenzen bestimmt werden.

Hier ist der Entwicklungsprozess der Beziehungen zwischen Erdoğan und Trump:

1. PYD/YPG-Spannungen und Syrien-Politik (2017-2019)

     •9. Mai 2017: Die USA kündigten an, die PYD/YPG mit Waffen zu unterstützen. Die Türkei reagierte scharf.

     •20. Januar 2018: Die Türkei startete die Operation Olivenzweig und führte einen Einsatz in Afrin durch. Die Spannungen mit den USA eskalierten.

     •9. Oktober 2019: Die Türkei startete die Operation Friedensquelle. Trump drohte mit Wirtschaftssanktionen, doch später wurde eine Einigung erzielt.

2. FETÖ- und Pastor-Brunson-Krise (2018)

     •25. Juli 2018: Der US-Pastor Andrew Brunson wurde in Izmir unter dem Vorwurf der "Zusammenarbeit mit terroristischen Organisationen" festgenommen.

     •10. August 2018: Aufgrund der Nichtfreilassung von Brunson erhöhte Trump die Zölle auf Stahl und Aluminium aus der Türkei. Die Türkische Lira verlor massiv an Wert gegenüber dem Dollar.

     •12. Oktober 2018: Pastor Brunson wurde per Gerichtsbeschluss freigelassen und kehrte in die USA zurück. Nach dieser Entwicklung ließen die Spannungen nach.

3. S-400-Krise (2019)

     •12. Juli 2019: Die Türkei begann mit der Auslieferung des russischen S-400-Luftabwehrsystems.

     •17. Juli 2019: Die USA schlossen die Türkei offiziell aus dem F-35-Programm aus.

     •26. November 2019: Trump sprach in einem Telefonat mit Erdoğan Sanktionen an, vermied es jedoch, harte Maßnahmen umzusetzen.

4. Jerusalem- und Israel-Politik (2017-2019)

     •6. Dezember 2017: Trump kündigte an, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. Erdoğan bezeichnete diese Entscheidung als "Angriff auf die islamische Welt".

     •13. Dezember 2017: Erdoğan gab auf dem Gipfeltreffen der Organisation für Islamische Zusammenarbeit in Istanbul eine scharfe Erklärung gegen Trumps Jerusalem-Entscheidung ab.

5. Operation Friedensquelle und Trumps Brief (2019)

     •9. Oktober 2019: Die Türkei startete die Operation Friedensquelle in Nordsyrien.

     •13. Oktober 2019: Trump drohte der Türkei mit Wirtschaftssanktionen.

     •9. Oktober 2019: Trump sandte einen umstrittenen Brief an Erdoğan, in dem er schrieb: "Sei kein Dummkopf, sei kein harter Kerl". Erdoğan wies den Brief zurück und schickte ihn zurück.

6. Turbulente Wirtschafts- und Handelsbeziehungen

Erdoğan und Trump setzten sich das Ziel, das bilaterale Handelsvolumen auf 100 Milliarden Dollar zu steigern. Politische Krisen bildeten jedoch Hindernisse für diese Ziele.

Die Einführung zusätzlicher Zölle durch die USA auf Stahl- und Aluminiumimporte aus der Türkei verschärfte die wirtschaftlichen Spannungen.

7. NATO-Gipfel und bilaterale Treffen (2018-2020)

     •11. Juli 2018: Beim NATO-Gipfel trafen sich die beiden Staatschefs und bemühten sich, die Spannungen in den Beziehungen abzubauen.

     •4. Dezember 2019: Beim NATO-Gipfel in London sprachen Erdoğan und Trump persönlich über die S-400-Thematik und die Syrien-Operationen.


Nachrichtenquelle: İlkcan Kemer

Trump Erdoğan USA