Drohungen gegen Journalisten İsmail Arı: „Wir kennen deine Wohnadresse...“
Nach einem Bericht über Gökhan Göz, dem Verbindungen zur Şahinler-Bande nachgesagt werden, wurde der Journalist İsmail Arı bedroht. Auch Arıs Familie und Verwandte wurden ins Visier genommen. Nach den Vorfällen hat sich der Journalist İsmail Arı an die Polizei gewandt.
Der Reporter der Zeitung BirGün, İsmail Arı, wurde nach einem Bericht über Gökhan Göz, der Verbindungen zur Şahinler-Bande haben soll, bedroht. Arı hatte in dem betreffenden Artikel die Behauptung thematisiert, dass Göz „durch Bestechung der Justiz einer Verhaftung entgangen“ sei. Gökhan Göz wurde später wegen Geldwäschevorwürfen verhaftet.
„WIR KENNEN DEINE WOHNADRESSE, LASS DICH NICHT UMBRINGEN“
Der Journalist Arı teilte die Drohnachrichten, die ihm über WhatsApp zugesandt wurden, auf seinem Social-Media-Account mit der Öffentlichkeit. Die Nachrichten enthielten folgende Aussagen:
„Pass auf, ich schwöre, ich lasse dich von zu Hause abholen. Lass dich nicht umbringen, Junge. Ankara ist ein kleiner Ort, wir haben deine Wohnadresse…“
In einer weiteren Nachricht verschärfte sich der Drohton noch weiter:
„Nimmst du Gäste an? Mach nur weiter, mal sehen, was passiert? Du wirst mich in deinen Träumen sehen…“
AUCH VERWANDTE IM VISIER
Die Drohungen beschränkten sich nicht nur auf İsmail Arı. Arı wurde eine Liste mit den Namen und Kontaktinformationen seiner nahen Verwandten zugeschickt. Es wurde bekannt, dass daraufhin einige seiner Verwandten von verschiedenen Telefonnummern aus angerufen und ebenfalls bedroht wurden.
„WIR SIND DIESEM STAAT ANVERTRAUT“
İsmail Arı erklärte, dass er bei den Polizeibehörden und den Verantwortlichen des Innenministeriums offiziell Anzeige gegen die Drohungen erstattet habe. In seiner Stellungnahme äußerte sich Arı wie folgt:
„Ich habe den Vorfall der Polizei und den Verantwortlichen des Innenministeriums gemeldet und Anzeige erstattet. Wie ich bereits bei der Polizei sagte: Von nun an ist das Leben von mir und meiner Familie diesem Staat anvertraut. Sollte mir etwas zustoßen, ist die Adresse bekannt. Wir sind Journalisten und werden auch weiterhin Journalismus betreiben.“

WAS WAR PASSIERT?
Der BirGün-Reporter İsmail Arı hatte über die Behauptungen geschrieben, dass Gökhan Göz, dem Verbindungen zur Şahinler-Bande nachgesagt werden, „durch Bestechung der Justiz einer Verhaftung entgangen“ sei. Göz wurde daraufhin im Rahmen einer Geldwäscheermittlung verhaftet und ins Gefängnis gebracht.
Nachrichtenquelle: 12punto
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