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Ehemaliger ÖSYM-Präsident Ali Demir vom Vorwurf der FETÖ-Mitgliedschaft freigesprochen

Im Prozess gegen den ehemaligen ÖSYM-Präsidenten Ali Demir wegen FETÖ-Mitgliedschaft wurde das Urteil verkündet. Das Gericht verurteilte Demir wegen Amtsmissbrauchs zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und 15 Tagen, sprach ihn jedoch vom Vorwurf der FETÖ-Mitgliedschaft frei.

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Ehemaliger ÖSYM-Präsident Ali Demir vom Vorwurf der FETÖ-Mitgliedschaft freigesprochen

An der Verhandlung vor dem 2. Schwurgericht Ankara nahmen der nicht inhaftierte Angeklagte, der ehemalige ÖSYM-Präsident Ali Demir, sowie der ehemalige stellvertretende ÖSYM-Präsident Ömer Pekşen und deren Anwälte teil.

In seiner Verteidigung zur Sache erklärte Demir: "Als wir im September 2010 zum ÖSYM kamen, blickte die Einrichtung auf eine 36-jährige Geschichte zurück. Sie wurde durch persönliche Beziehungen verwaltet. Als Akademiker war die Chancengleichheit bei Prüfungen eines der Themen, bei denen ich am sensibelsten war. Von meinem ersten bis zu meinem letzten Tag war die Prüfungssicherheit meine oberste Priorität", so Demir.

"ICH HABE NICHT DARUM GEBETEN, ÖSYM-PRÄSIDENT ZU WERDEN"

Demir, der die FETÖ-Vorwürfe zurückwies, sagte: "Ich habe keine Prüfungsunterlagen vernichtet. In der Anklageschrift wird behauptet, dass alle vom ÖSYM durchgeführten Prüfungsfragen gestohlen wurden. Das ist völlig haltlos und eine Wahrnehmungsoperation. Der Staatsanwalt fordert meine Verurteilung wegen FETÖ-Mitgliedschaft. Die vernommenen Zeugen haben zu keinem Zeitpunkt ausgesagt, dass ich ein FETÖ-Anhänger sei. Zudem habe ich nicht darum gebeten, ÖSYM-Präsident zu werden. Ich wusste jedoch, welchen Appetit die FETÖ auf das ÖSYM hatte. Aus diesem Grund habe ich zahlreiche Maßnahmen in Bezug auf die Prüfungen ergriffen. Ich weise alle Anschuldigungen zurück und fordere meinen Freispruch", sagte er.

Der Angeklagte Pekşen wiederholte ebenfalls seine früheren Verteidigungsschriften und beantragte beim Gericht einen Freispruch.

Das Gericht erklärte, dass es das Verfahren abschließen werde, und fragte die Angeklagten nach ihren letzten Worten.

Demir sagte: "Ich akzeptiere die gegen mich erhobenen haltlosen Anschuldigungen nicht. Ich fordere einen Freispruch." Pekşen erklärte: "Ich akzeptiere die mir zur Last gelegten Vorwürfe nicht. Ich fordere meinen Freispruch."

Nach den Erklärungen der Angeklagten und ihrer Anwälte verkündete das Gericht das Urteil: Ali Demir wurde vom Vorwurf der FETÖ-Mitgliedschaft freigesprochen, während Demir und Pekşen wegen Amtsmissbrauchs zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und 15 Tagen verurteilt wurden. Das Gericht entschied, die Urteilsverkündung auszusetzen, und ordnete zudem die Aufhebung der gegen die Angeklagten verhängten gerichtlichen Kontrollmaßnahmen an.


Nachrichtenquelle: İHA

ÖSYM Ali Demir