Eilmeldung: Razzia gegen illegale Wetten – Beschlagnahmungen bei Flash TV, Pozitifbank und Payfix!
Im Rahmen einer Operation gegen illegale Wetten wurden Haftbefehle gegen 59 Verdächtige erlassen; zudem wurde bekannt, dass Flash TV, die Pozitifbank und Payfix beschlagnahmt wurden.
Im Zuge einer Untersuchung wegen illegaler Wetten wurde gegen Erkan Kork, den Eigentümer der Pozitifbank und von Flash TV, ein Haftbefehl wegen des Vorwurfs der Bildung einer kriminellen Vereinigung erlassen. Es wurden 23 Unternehmen beschlagnahmt, darunter die Pozitifbank, Flash TV und der Zahlungsdienstleister Payfix, denen vorgeworfen wird, Einnahmen aus illegalen Wetten gewaschen zu haben. Im Rahmen der Ermittlungen wurde zudem Vermögen im Gesamtwert von 6 Milliarden 900 Millionen TL sichergestellt.
Die polizeilichen Maßnahmen gegen die Verdächtigen dauern an. Ihnen wird vorgeworfen, über den Zahlungsdienstleister "Payfix" ausländischen illegalen Wettanbietern den Betrieb in der Türkei ermöglicht und auf diese Weise Vermögenswerte aus Straftaten gewaschen zu haben.
In der von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft geführten Untersuchung wurde festgestellt, dass Erkan Kork, Eigentümer und Verantwortlicher des Zahlungsdienstleisters "Payfix", seit 2014 durch Software innerhalb dieses Unternehmens illegale Wett-Panels in das Finanzsoftwaresystem von Payfix integriert und so zahlreichen im Ausland ansässigen virtuellen Wettseiten den Betrieb in der Türkei ermöglicht hat.
Die Ermittlungen ergaben, dass der Verdächtige Erkan Kork mit dem Unternehmen "Troyin Bilişim" in das Finanzsystem eingestiegen ist und in engem Kontakt mit Organisationen stand, die in der Türkei systematisch illegale Wettaktivitäten betreiben. Es wurde festgestellt, dass er "Payfix" gründete, um durch unrechtmäßige Gewinne und Einnahmen aus Straftaten, die über diese Strukturen erzielt wurden, ein organisatorisches System aufzubauen.
Im Rahmen der Ermittlungen wurde deutlich, dass 59 Verdächtige insbesondere die Dienstleistungsinfrastruktur von "Payfix" nutzten, um Zahlungen an illegale Wettseiten zu leisten und Finanzsicherheitsdienste anzubieten. Zudem sollen sie im Namen Dritter gefälschte "Payfix"-Konten erstellt und die aus den Wetten erzielten Einnahmen durch diese Konten geschleust haben, um sie zu verschleiern.
MASAK-BERICHT
Dem erstellten Bericht der Finanzkriminalitäts-Untersuchungsbehörde MASAK zufolge wurden im Datenbanksystem von "Payfix" 80.011 verschiedene Geldtransfer-Cluster identifiziert, die insgesamt 211.109 Konten umfassten. Dabei wurden 855 Kontoinhaber als risikobehaftet im Zusammenhang mit illegalen Wetten eingestuft.
Dem Bericht zufolge wurden von den Bankkonten der untersuchten Personen 4 Milliarden 223 Millionen 399 Tausend Lira an Bankkonten von Anbietern für Krypto-Assets überwiesen. Durch detaillierte Untersuchungen der IP-Adressen, die bei den Geldtransfers verwendet wurden, konnten 43.861 "Payfix"-Wallet-Konten identifiziert werden, bei denen zwischen dem 21. August und dem 19. Oktober 2023 insgesamt 49 Millionen 671 Tausend 178 Geldtransfervorgänge im Zusammenhang mit Wettaktivitäten standen.
SCHEINFIRMEN
Bei den Untersuchungen zum Vorwurf der "Geldwäsche von Vermögenswerten aus Straftaten" wurde festgestellt, dass die Verdächtigen in einem Vertrauensverhältnis zueinander handelten, "Payfix" verwalteten und die "PozitifBank" erwarben. Darüber hinaus gründeten sie zahlreiche Handelsunternehmen oder übernahmen bereits bestehende Firmen – darunter "Capital Türk Holding", "Ay para ödeme kuruluşu", "Ininal Ödeme" und "Elektronik Para Hizmetleri AŞ" –, um die aus den Straftaten stammenden Erträge zu waschen und sich so unrechtmäßige Gewinne zu verschaffen.
Nachdem die Staatsanwaltschaft Haftbefehle wegen "Bildung einer kriminellen Vereinigung zur Begehung von Straftaten", "Geldwäsche von Vermögenswerten aus Straftaten" und "Verstoß gegen das Gesetz Nr. 7258" erlassen hatte, nahmen die Sicherheitskräfte bei einer Operation 43 Verdächtige fest.
Es wurden Sicherstellungsmaßnahmen für Vermögenswerte im Gesamtwert von 6 Milliarden 900 Millionen Lira angeordnet. Dazu gehören 17 Wohnungen, 9 Grundstücke, 1 Büro, 13 Fahrzeuge, persönliche Konten und Krypto-Wallets der Verdächtigen sowie 23 Unternehmen, 114 zu diesen Unternehmen gehörende Fahrzeuge, Gesellschaftsanteile an diesen Unternehmen und die Krypto-Wallets der Firmen.
Auch der Fernsehsender "Flash Haber TV", der zur Göktuğ Multimedya Yayıncılık Anonim Şirketi des mutmaßlichen Bandenchefs Erkan Kork gehört, wurde zusammen mit dem Unternehmen beschlagnahmt.
POLIZEILICHE MASSNAHMEN DAUERN AN
Die polizeilichen Maßnahmen gegen die bei der Operation der Istanbuler Sicherheitsdirektion festgenommenen Verdächtigen dauern an.
Unterdessen wurde bekannt, dass bei der Operation 700.000 US-Dollar in bar, eine Vielzahl von Hardware-Wallets (Cold Wallets), Schmuck sowie eine nicht registrierte Schusswaffe sichergestellt wurden.
Nachrichtenquelle: 12punto
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