Ein Novum im Mordfall Mattia Ahmet Minguzzi
Heute findet die fünfte Verhandlung im Mordfall Mattia Ahmet Minguzzi statt. Die beiden Tatverdächtigen sowie zwei weitere Angeklagte, die ihnen geholfen haben sollen, werden erstmals gemeinsam vor Gericht erscheinen.
Das Hauptverfahren gegen die beiden Jugendlichen, die Mattia Ahmet Minguzzi erstochen haben sollen, wurde mit dem Verfahren gegen zwei weitere inhaftierte Jugendliche zusammengelegt, die sich am Tatort befanden.
Die Staatsanwaltschaft fordert für diese beiden Angeklagten wegen „Beihilfe zum vorsätzlichen Mord an einem Kind“ eine Freiheitsstrafe von bis zu 20 Jahren.
In der heutigen Verhandlung werden die vier Angeklagten erstmals gemeinsam vor dem Richtergremium erscheinen.
MARKTVERKÄUFER ALS ZEUGEN
Im fünften Verhandlungstermin werden die Aussagen von sieben Marktverkäufern gehört, die am Tag des Vorfalls Zeugen des Mordes wurden.
Yasemin Minguzzi, die seit dem Verlust ihres Sohnes einen juristischen Kampf führt, fordert eine Änderung des Jugendstrafvollzugsgesetzes und lehnt die Anwendung von Altersnachlässen ab.
„Es wird das Schwerste für mich sein“, sagte Mutter Minguzzi und betonte mit den Worten „Ich werde den vier Mördern meines Sohnes von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen“, dass die Verhandlung für sie persönlich eine große Belastung darstellen werde.
Minguzzi erklärte, dass ihr die Unterstützung der Anwesenden Kraft gebe: „Ein Ahmet ist gegangen, aber ich habe Tausende Ahmet-Söhne gewonnen. Leider haben wir nach Ahmet weitere Kinder verloren. Ich habe versucht, für sie und für diese Kinder stark zu bleiben, um dem ein Ende zu setzen.“
STELLUNGNAHME DES ANWALTS
Ersan Barkın, der Anwalt der Familie Minguzzi, sagte: „Wir glauben an ein Verfahren, in dem alle vier Personen für den gemeinschaftlichen Mord zur Verantwortung gezogen werden und jeder zweifellos die Strafe erhält, die er verdient.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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