Einspruch gegen das Urteil für İbrahim Keloğlan, der die Katze Eros zu Tode getreten hatte: Gericht gibt dem Einspruch statt
Das gegen İbrahim Keloğlan verhängte Urteil von 1 Jahr und 6 Monaten Haft sowie die Aussetzung der Urteilsverkündung wegen des Tötens der Katze Eros durch minutenlanges Treten in einer Wohnanlage in Başakşehir wurde vom übergeordneten Gericht aufgehoben.
Das Urteil gegen İbrahim Keloğlan, der in einer Wohnanlage in Başakşehir die Katze Eros minutenlang zu Tode getreten hatte, wurde vom übergeordneten Gericht aufgehoben.
In seiner Entscheidung stellte das übergeordnete Gericht fest, dass der Angeklagte trotz der Fluchtversuche der Katze sein Handeln beharrlich fortgesetzt, das Tier etwa 5 Minuten lang gejagt, getreten und schließlich durch Drauftreten erdrückt habe.
Das Gericht erklärte, dass das ursprüngliche Urteil den Eindruck erwecken könne, man begegne Personen, die in solche Vorfälle verwickelt sind, mit Nachsicht, und fügte hinzu: „Es ist offensichtlich, dass dies Personen mit einer Neigung zu solchen Taten ermutigen könnte und zudem das Vertrauen der Bürger in den Staat und die Justizmechanismen in diesem Bereich untergräbt.“
Bei dem Vorfall, der sich am 1. Januar in einer Wohnanlage in Başakşehir ereignete, hatte İbrahim Keloğlan die Katze Eros durch minutenlanges Schlagen und Treten getötet. Gegen den Angeklagten Keloğlan war vom 16. Strafgericht erster Instanz Küçükçekmece eine Freiheitsstrafe von 1 Jahr und 6 Monaten verhängt worden. Die Strafe wurde unter Anwendung eines Strafrabatts wegen guter Führung auf 1 Jahr und 3 Monate reduziert und die Urteilsverkündung ausgesetzt. Gegen dieses Urteil hatte die Anwältin Hafize Hilal Koçak vom Zentrum für Tierrechte der Anwaltskammer Istanbul Einspruch eingelegt.
"5 MINUTEN LANG GEJAGT..."
Das 4. Schwurgericht Küçükçekmece, das die Akte prüfte, stellte fest, dass der Angeklagte İbrahim Keloğlan nach dem Prozess wegen des Delikts der „vorsätzlichen Tötung eines Haustieres“ gemäß dem Tierschutzgesetz verurteilt und die Urteilsverkündung ausgesetzt worden war. Bei der Untersuchung der Videoaufnahmen des Vorfalls wurde festgehalten, dass Keloğlan die Katze, die von den Bewohnern der Anlage und der Klägerin gefüttert und gepflegt wurde, im Aufzug sah, sie angriff und trat. Nachdem die Katze aus dem Aufzug geflohen war, habe er sie verfolgt, in einen Korridor gedrängt, die Türen geschlossen, um ihre Flucht zu verhindern, und sie wiederholt getreten. Trotz der Fluchtversuche der Katze habe der Angeklagte sein Handeln beharrlich fortgesetzt, das Tier etwa 5 Minuten lang gejagt, getreten und schließlich durch Drauftreten erdrückt.
"GRAUSAM UND UNMENSCHLICH"
In der Entscheidung wurde festgehalten, dass angesichts der Schwere des Verschuldens, der Art und Weise der Tatausführung und der Intensität des Vorsatzes bei der Tötung, die der Angeklagte durch beharrliche Verfolgung über etwa fünf Minuten hinweg grausam und unmenschlich begangen habe, die Grundstrafe nahe am Höchstmaß festzulegen sei.
"KÖNNTE ANDERE PERSONEN ERMUTIGEN"
In dem Beschluss hieß es: „Wenn ein Missverhältnis zwischen der begangenen Straftat und den verhängten Strafen besteht oder gar keine Strafe verhängt wird, ist dies weit davon entfernt, eine abschreckende Wirkung zu entfalten, die solche Taten verhindern könnte.“
Es wurde darauf hingewiesen, dass die Entscheidung zur Aussetzung der Urteilsverkündung angesichts der Art und Schwere der Tat des Angeklagten dazu führen könnte, dass er faktisch straffrei ausgeht. In der Entscheidung wurde betont: „Es ist offensichtlich, dass dieses Ergebnis den Eindruck erweckt, man begegne Personen, die in solche Vorfälle verwickelt sind, mit Nachsicht, und dass dies Personen mit einer Neigung zu solchen Taten ermutigen könnte und zudem das Vertrauen der Bürger in den Staat und die Justizmechanismen in diesem Bereich untergräbt.“
URTEIL AUFGEHOBEN
Da die Entscheidung zur Aussetzung der Urteilsverkündung angesichts der Art und Schwere der Tat des Angeklagten dazu führen würde, dass er straffrei bleibt, wurde sie als verfahrens- und rechtswidrig erachtet und dem Einspruch stattgegeben.
Das 4. Schwurgericht Küçükçekmece ordnete die Aufhebung des Urteils des 16. Strafgerichts erster Instanz Küçükçekmece an.
Nachrichtenquelle: İHA
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