Einspruch gegen Kautionsfreilassung von Rümeysa in den USA: Vorwurf der Politisierung des Verfahrens
Während die Inhaftierung von Rümeysa Öztürk, Doktorandin an der Tufts University in den USA, weiterhin für Aufsehen sorgt, hat ein Einwanderungsrichter ihre Freilassung gegen Kaution abgelehnt. Ihre Anwälte erklärten, dass das Gerichtsverfahren aufgrund eines von Öztürk verfassten Leitartikels zu den Angriffen auf Gaza politisiert worden sei.
Die Inhaftierung der türkischen Doktorandin Rümeysa Öztürk, die im vergangenen Monat aufgrund ihrer Unterstützung für Palästina in den USA festgenommen wurde, wird fortgesetzt.
Der Antrag auf Freilassung gegen Kaution für Öztürk, die an der Tufts University studiert, wurde bei einer nicht-öffentlichen Anhörung vor einem Einwanderungsgericht im Bundesstaat Louisiana abgelehnt.
Öztürks Anwälte gaben an, dass ihre Mandantin auf Druck der Trump-Regierung aufgrund eines von ihr verfassten Leitartikels über die Angriffe auf Gaza ins Visier geraten sei und das Gerichtsverfahren politisiert wurde. Das Ministerium für Innere Sicherheit behauptete hingegen, dass eine Freilassung von Öztürk ein "Fluchtrisiko" und eine "Gefahr für die Gesellschaft" darstellen könnte.
Nach der Anhörung erklärte Anwalt Marty Rosenbluth: "Dies ist ein klarer Verstoß gegen die Rechtsstaatlichkeit. Einwanderungsgerichte werden in eine politische Waffe gegen diejenigen verwandelt, die sich für palästinensische Rechte einsetzen."
Rosenbluth betonte zudem, dass die Regierung keine stichhaltigen Beweise vorliegen habe und das gesamte Verfahren auf einem einseitigen Schreiben basiere, das das Außenministerium an die ICE gesendet habe.
WAS WAR GESCHEHEN?
Öztürk wurde am 25. März in Massachusetts auf dem Weg zum Iftar von maskierten ICE-Beamten festgenommen und zunächst nach Vermont und anschließend in ein Abschiebezentrum in Louisiana gebracht. In der Zwischenzeit hatten ihre Anwälte einen Eilantrag gestellt, um die Ausweisung zu stoppen.
Die Bezirksrichterin von Massachusetts, Denise Casper, hatte erklärt, dass es angemessener sei, den Fall von Öztürk in Vermont zu verhandeln. Da Öztürk jedoch weiterhin in Louisiana festgehalten wird, wurde unter Berufung auf ihren Gesundheitszustand ein neuer Antrag auf Verlegung nach Vermont oder auf Freilassung gestellt.
Unterdessen hatte US-Außenminister Marco Rubio angekündigt, dass das Studentenvisum von Öztürk annulliert wurde und sie abgeschoben werde.
Nachrichtenquelle: AA
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