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Generalkonsulat in Erbil drückt der ‚Regionalregierung Kurdistan‘ sein Beileid aus

Das Generalkonsulat der Republik Türkei in Erbil teilte über seine offiziellen X- und Facebook-Konten mit, dass es „der Regionalregierung Kurdistan und dem irakischen Volk sein Beileid ausgesprochen“ habe.

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Generalkonsulat in Erbil drückt der ‚Regionalregierung Kurdistan‘ sein Beileid aus

Das Generalkonsulat in Erbil hat eine Kondolenzbotschaft für sechs Peschmerga veröffentlicht, die in der Regionalregierung Kurdistan ums Leben gekommen sind, welche unter der Führung von Barzani steht und von türkischen Behörden als „eine offizielle autonome Region gemäß der irakischen Verfassung“ bezeichnet wird.

Das Peschmerga-Ministerium der Region Kurdistan hatte erklärt, dass der Iran am 24. März 2026 einen Angriff auf Peschmerga-Kämpfer verübt habe. Die Kondolenzbotschaft des Generalkonsulats in Erbil an die Peschmerga-Kräfte, eine bewaffnete Einheit, die das Ziel eines kurdischen Staates verfolgt, lautet wie folgt:

„Wir sind betrübt über die Verluste an Menschenleben, die sich heute Morgen unter den Angehörigen der KRG-Peschmerga-Kräfte ereignet haben.

Wir sprechen den Familien der Opfer, der Regionalregierung Kurdistan und dem irakischen Volk unser Beileid aus.“

WAS WAR PASSIERT?

Im Rahmen seines Irak-Besuchs reiste der Papst am 7. März 2021 nach Erbil; das Ministerium für Verkehr und Kommunikation der Regionalregierung Kurdistan (IKBY) hatte zur Erinnerung an den Besuch sechs verschiedene Briefmarken herausgegeben. Dass auf einer der Briefmarken eine Karte abgebildet war, die auch die südost- und ostanatolischen Regionen der Türkei umfasste, hatte in Ankara für Empörung gesorgt.

In einer Erklärung des damaligen türkischen Außenministeriums vom 10. März 2021 hieß es: „Einige maßlose IKBY-Verantwortliche versuchen, diesen Besuch zu nutzen, um ihre Wunschträume bezüglich der territorialen Integrität der Nachbarländer des Irak zu offenbaren. Wie solche hinterhältigen Ambitionen enden, wird den IKBY-Behörden am besten in Erinnerung bleiben. Wir erwarten von den IKBY-Behörden, dass sie so schnell wie möglich und in klarer Weise die notwendige Erklärung zur sofortigen Korrektur dieses schwerwiegenden Fehlers abgeben.“

‚GEGENSTAND VON ERMITTLUNGEN‘

Im Jahr 2013 wurde der damalige IKBY-Präsident Masud Barzani im Rahmen des sogenannten „Lösungsprozesses“ vom AKP-Vorsitzenden und Präsidenten Erdoğan nach Diyarbakır eingeladen. Bei der in der Stadt organisierten Freiluftveranstaltung wurden die Flaggen der IKBY geschwenkt; auch während des Besuchs von Masud Barzani im Jahr 2017 wurden sie auf den Flughäfen Ankara Esenboğa und Istanbul Atatürk verwendet. Zudem waren die Flaggen der IKBY auch bei Treffen des AKP-Vorsitzenden und Präsidenten Erdoğan sowie des damaligen Verteidigungsministers Hulusi Akar mit IKBY-Vertretern präsent.

Andererseits war die besagte Flagge jedoch Gegenstand von Ermittlungen wegen des Vorwurfs der „Propaganda für eine bewaffnete Terrororganisation“ gemäß dem Anti-Terror-Gesetz.

‚GEMEINSAME INTERESSEN‘

12punto hat einige Beiträge und Erklärungen des Generalkonsulats in Erbil, das am 11. März 2010 seine Tätigkeit aufnahm, erneut aufgegriffen. Der ehemalige türkische Generalkonsul in Erbil, Mevlüt Yakut, erklärte am 24. November 2022 gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu: „Unsere Beziehungen sind vielschichtig. Der Handel ist eine wichtige Dimension. Die Präsenz unserer Firmen hier leistet einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung und zum Fortschritt dieses Ortes (der IKBY).“ Er fügte hinzu: „Wir möchten unseren Dialog hier auf der Grundlage gemeinsamer Interessen und gegenseitiger Sensibilitäten voranbringen. Das ist auch unsere Erwartung an die neue irakische Regierung, und es bildet einen wichtigen Teil unseres Dialogs mit Erbil. Das heißt, wir erwarten, dass die Präsenz der PKK im Irak sowie die Präsenz anderer Terrororganisationen wie der FETÖ beendet wird.“

Wenn man bedenkt, dass sich die Terrororganisation PKK im vergangenen Jahr selbst aufgelöst hat und auch die Peschmerga-PKK-Konflikte in der Region berücksichtigt, verdeutlichen die Worte des ehemaligen Generalkonsuls in Erbil, Mevlüt Yakut, die Strategie jener Zeit.

UND WAS IST JETZT?

Einigen Kreisen zufolge stellt sich die Frage, ob hinter der Kondolenzbotschaft des Generalkonsulats in Erbil an die IKBY – insbesondere nach einem Angriff, der vom Iran ausging – ein politisches Motiv steckt, während die AKP-Regierung in der Türkei gleichzeitig eine Haltung einnimmt, die den USA und Israel zugewandt ist.


Nachrichtenquelle: 12punto

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