Erdbebenopfer in Elazığ berichten: 'Das Gebäude wird über uns zusammenbrechen'
Das Erdbeben der Stärke 5,9 mit Epizentrum im Landkreis Kale in Malatya war auch in Elazığ zu spüren. Bewohner von schwer beschädigten Gebäuden schilderten die Momente voller Angst, die sie durchlebten. Während 20 Gebäude schwere Schäden erlitten, mussten die Betroffenen bei Verwandten unterkommen. Die Geschichten der Erdbebenopfer, die sagten: „Wir haben uns ins Freie gerettet“, verdeutlichen die bittere Realität dieser Naturkatastrophe.
In Elazığ, einer der Provinzen, die von dem gestrigen Erdbeben der Stärke 5,9 mit Epizentrum im Landkreis Kale in Malatya betroffen waren, setzen Expertenteams die gestern begonnenen Schadensfeststellungen vor Ort fort. Bisher wurden in der Stadt 20 schwer beschädigte und 517 leicht beschädigte Gebäude identifiziert. Diejenigen, die aus den schwer beschädigten Gebäuden evakuiert wurden, sind bei Verwandten untergekommen. Die Erdbebenopfer berichteten einem AA-Korrespondenten von den Momenten voller Angst, die sie erlebt haben.

"WIR HABEN UNS INS FREIE GERETTET"
Hüseyin Bahçecioğlu, ein zweifacher Vater, dessen Gebäude im Stadtviertel Sanayi bei dem Erdbeben beschädigt wurde, gab an, dass sie vom Beben zu Hause überrascht wurden.
Bahçecioğlu sagte dazu:
"Wir waren zu Hause und sahen, wie Gegenstände herunterfielen. Es wurde immer heftiger. Wir blieben erst einmal abwartend, um nicht in Panik zu geraten. Nachdem das Beben vorbei war, haben wir uns ins Freie gerettet. Sogar der Esstisch blieb stehen. Unsere Sachen sind immer noch drinnen. Die Schulsachen und Bücher der Kinder sind drinnen. Die Kinder sind heute ohne Uniform und ohne Bücher zur Schule gegangen."

Bahçecioğlu erklärte, dass sie bei Verwandten untergekommen seien, die in TOKİ-Wohnungen leben, und wies darauf hin, dass die Umgebung ihres beschädigten Hauses mit Absperrband gesichert wurde.

Bahçecioğlu berichtete, dass die Behörden gekommen seien und das Haus untersucht hätten, und sagte: "Wenn sie es erlauben, werden wir hoffentlich unter ihrer Aufsicht unsere Sachen herausholen." Suat Akdoğan erzählte, dass er während des Erdbebens an seinem Arbeitsplatz war und beim Spüren des Bebens regelrecht unter Schock stand. Er erklärte, dass seine Kinder zu diesem Zeitpunkt zu Hause waren, und da er sie telefonisch nicht erreichen konnte, habe er die Arbeit verlassen und sei schnell nach Hause geeilt.
Akdoğan gab an, dass er gesehen habe, wie seine Familie das Gebäude verlassen habe, und sagte: "Staatliche Behörden kamen und führten Untersuchungen durch. Aus Sicherheitsgründen haben sie das Gebäude mit Absperrband umstellt. Wir möchten unsere Sachen so schnell wie möglich herausholen. Wir sind bei Gästen untergebracht und suchen nach einer Mietwohnung. Wir erwarten Unterstützung von unserem Staat."

"BEIM FLIEHEN HABE ICH MIR DEN FUSS VERSTAUCHT"
Sinem Akdoğan gab an, dass ihr Haus bei dem Erdbeben schwer beschädigt wurde. "Ich war mit meiner Schwester zu Hause. Das Erdbeben war erst leicht zu spüren, dann nahm es an Intensität zu. Plötzlich sahen wir, wie Staub auf uns herabfiel und Geräusche aus den Wänden kamen. Wir wussten nicht, wie wir fliehen sollten. Ich habe gleichzeitig versucht, meine Nichten und Neffen zu retten. Beim Fliehen habe ich mir den Fuß verstaucht. Wir haben große Angst erlebt. Wir dachten: 'Das Gebäude wird über uns zusammenbrechen'", sagte Akdoğan und beschrieb die große Panik, die sie durchlebten.

Akdoğan fügte hinzu, dass sie darauf warten, dass das Gebäude, in dem sie wohnen, in den Rahmen der städtebaulichen Umgestaltung aufgenommen wird.
Nachrichtenquelle: 12punto
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