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Erdoğan nimmt erneut die CHP ins Visier: „Die Türkei braucht eine von Vormundschaft befreite Opposition“

Bei seiner Rede auf dem 33. Beratungs- und Bewertungstreffen seiner Partei in Sapanca äußerte sich der AKP-Vorsitzende und Präsident Recep Tayyip Erdoğan zu zahlreichen Themen, von der Opposition über den Prozess für eine „Türkei ohne Terror“ bis hin zu Debatten über das Kopftuch und Botschaften zur gesellschaftlichen Einheit. Erdoğan kritisierte die CHP und erklärte: „Es ist überaus deutlich, dass die Türkei eine Hauptoppositionspartei benötigt, die von jeglicher Vormundschaft befreit ist.“

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Erdoğan nimmt erneut die CHP ins Visier: „Die Türkei braucht eine von Vormundschaft befreite Opposition“

Der AKP-Vorsitzende und Präsident Recep Tayyip Erdoğan sprach auf dem 33. Beratungs- und Bewertungstreffen seiner Partei, das in Sapanca stattfand.

Zu Beginn seiner Rede betonte Erdoğan, dass seine Partei seit ihrer Gründung den direkten Kontakt zum Volk pflege: „Wir waren niemals ein Kader, der weder intern noch mit unserem Volk durch Vermittler kommuniziert hat. Wir waren kein Kader, der durch Vermittler mit unserem Volk spricht. Wir haben besonderen Wert darauf gelegt, horizontale und vertikale Kommunikationskanäle offen zu halten. Wir haben unsere Gedanken frei geäußert. Wir haben uns stets bemüht, mit gesundem Menschenverstand die richtige Politik für den Erfolg unseres Kampfes zu finden und umzusetzen“, sagte er.

Erdoğan erklärte, dass alle Bürger der Republik Türkei gleiche Rechte besäßen, und betonte: „Niemand in diesem Land, der die Staatsbürgerschaft der Republik Türkei besitzt, ist auf diesem Boden ein Gast, ein Mieter, ein Schutzsuchender, ein Fremder oder ein Stiefkind.“ Er fügte hinzu: „Dieser Staat gehört nicht einer Schicht, einer Masse, einer bestimmten Gruppe oder einer bestimmten Herkunft, sondern allen 86 Millionen Menschen, die auf diesem Boden leben.“

ERKLÄRUNGEN ZU KOPFTUCH-DEBATTEN

Erdoğan ging auch auf Vorwürfe der gesellschaftlichen Polarisierung ein und verteidigte, dass der Kampf für das Kopftuch, den sie in der Vergangenheit geführt hätten, auf der Grundlage der Freiheit stattgefunden habe.

Erdoğan äußerte sich wie folgt:

„Während wir für das Kopftuch kämpften, ging es uns niemals um Privilegien, Spaltung, Polarisierung, Ausgrenzung anderer oder Eingriffe in deren Freiheiten. Einige ignorante Fossilien tauchen auf und speien Hass gegen Frauen mit Kopftuch. Diese Exemplare, die vom Aussterben bedroht sind, wollen den Frauen angeblich Lektionen erteilen. Die Türkei hat dieses Thema hinter sich gelassen.“

„Wir haben gegen niemanden Feindseligkeit gehegt, nur weil er anders denkt als wir. Niemand kann uns Feindseligkeit entgegenbringen, nur weil wir anders denken als er. Niemand kann uns in unserer eigenen Heimat diskriminieren oder uns mit einem arroganten Tonfall belehren. Das steht niemandem zu und ist auch nicht das Recht von irgendjemandem.“

„DIE TÜRKEI BRAUCHT EINE VON VORMUNDSCHAFT BEFREITE OPPOSITION“

Im weiteren Verlauf seiner Rede kritisierte Erdoğan die CHP und behauptete, dass die Hauptoppositionspartei am meisten von politischen Spannungen profitiere.

„Die CHP ist von Anfang an diejenige, die von Spannungen profitiert, die den politischen Wettbewerb in Feindseligkeit verwandelt und Meinungsverschiedenheiten in Konflikte umwandelt“, sagte Erdoğan und betonte, dass sie nicht Partei in den internen Diskussionen der CHP seien.

Erdoğan äußerte zudem den Vorwurf, die Opposition erhalte Unterstützung von „ausländischen Mächten“: „Eine Opposition, die ihre Kraft nicht von ihrer Basis oder ihren Wählern bezieht, sondern von gewissen ausländischen Mächten, die Pläne mit der Türkei haben, bringt der Türkei keinen Nutzen, sondern Schaden. Es ist überaus deutlich, dass die Türkei eine Hauptoppositionspartei benötigt, die von jeglicher Vormundschaft befreit ist“, erklärte er.

„WIR SIND BEREIT ZU EINIGKEIT IN NATIONALEN FRAGEN“

Erdoğan ging auch auf den zweiten Öffnungsprozess ein, der in der Öffentlichkeit als „Türkei ohne Terror“ bezeichnet wird, und erklärte, dass die AKP und die Volksallianz (Cumhur İttifakı) bereit seien, gemeinsam zu handeln.

Erdoğan sagte: „Als AK-Partei und Volksallianz sind wir bereit zur Einigkeit in nationalen Fragen, allen voran beim Prozess für eine ‚Türkei ohne Terror‘ sowie in der Außenpolitik und Sicherheit.“


Nachrichtenquelle: 12punto

Recep Tayyip Erdoğan