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Ermittlungen im Mordfall Aynur Kanbur nehmen Fahrt auf: Neue Details ans Licht gekommen

Kritische Entwicklungen hinter den Kulissen des Mordes an der Mezdeke-Tänzerin Aynur Kanbur, die vor 10 Jahren in Şişli getötet wurde, sorgen für Aufmerksamkeit. Neue Erkenntnisse in den Ermittlungen haben das Beziehungsgeflecht hinter dem Verbrechen offengelegt.

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Ermittlungen im Mordfall Aynur Kanbur nehmen Fahrt auf: Neue Details ans Licht gekommen

Der Fall um den Tod der bekannten Mezdeke-Tänzerin Aynur Kanbur, die im März 2016 bei einem bewaffneten Angriff in Istanbul-Şişli ums Leben kam, ist nach Jahren wieder in den Fokus gerückt. In der Akte von Kanbur, die vor der Eingangstür ihres Hauses in der Narçiçeği-Straße im Stadtteil Fulya erschossen wurde, konnten bemerkenswerte neue Feststellungen getroffen werden. Die bei der Tat verwendete Waffe und die sichergestellten Patronenhülsen konnten bis heute mit keinem anderen Verbrechen oder einer anderen Waffe in Verbindung gebracht werden.

Im Rahmen der Ermittlungen wurde 2017 aufgrund einer Petition der Schwester von Kanbur ein Verfahren gegen die Familienmitglieder und Verwandten Fazlı K., Yüksel K. und Serdar K. eingeleitet. Behauptungen zufolge soll Aynur Kanbur von ihren Verwandten mit den Worten „Aus unserer Familie kommt keine Tänzerin“ bedroht worden sein. Die Ermittlungsteams stellten fest, dass die Verdächtigen ihre Telefone am Tag der Tat ausgeschaltet ließen und diese unmittelbar nach dem Vorfall für längere Zeit nicht nutzten. Zudem kam heraus, dass der Verdächtige Yüksel K. zwei Tage vor dem Vorfall in die USA gereist war und sein Telefon zu denselben Zeiten ebenfalls ausgeschaltet gelassen hatte.

HINWEISE DURCH NEUE TECHNOLOGIE GELÖST

Später nahm die beim Justizministerium eingerichtete Abteilung zur Untersuchung ungeklärter Verbrechen den Fall erneut unter die Lupe. Durch die Auswertung von Kameraaufnahmen und Bewegungen der Istanbulkart wurde festgestellt, dass sich die Person, die den Angriff ausführte, nach der Tat mit dem Metrobus in Richtung Avcılar begab. Als Verdächtiger wurde Bülent G. identifiziert. Zudem wurde durch technische Überwachung ermittelt, dass Bülent G. sein Telefon vor der Tat ausschaltete und am nächsten Tag, als er es wieder einschaltete, Nachrichten mit dem mutmaßlichen Anstifter Serdar K. austauschte.

UNTERNEHMENSVERBINDUNG

Im Zuge der vertieften Ermittlungen wurde bekannt, dass zwischen Aynur Kanbur und den Verdächtigen aufgrund von geerbten gemeinsamen Grundstücken Feindseligkeiten bestanden. Zudem wurde in den Unterlagen vermerkt, dass der Verdächtige Bülent G. zeitweise im Unternehmen der Verwandten versicherungspflichtig beschäftigt war.

FESTNAHMEN DURCH GLEICHZEITIGE OPERATION

Auf Anweisung der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft führten Teams der Mordkommission in den Morgenstunden eine gleichzeitige Operation an verschiedenen Adressen in Istanbul durch. Bülent G., der als Täter identifiziert wurde, sowie Fazlı K. und Serdar K., die als Anstifter gelten, wurden festgenommen. Während die polizeilichen Maßnahmen gegen die Verdächtigen andauern, wird die Untersuchung des Falls in alle Richtungen fortgesetzt.


Nachrichtenquelle: 12punto

Aynur Kanbur Mezdeke