Ermittlungen wegen gefälschten Diploms gegen Abdülhamid Kayıhan Osmanoğlu: Keine Immatrikulation vorhanden
Abdülhamid Kayıhan Osmanoğlu, der Urenkel in vierter Generation von Sultan Abdülhamid II., der häufig durch seine scharfen Äußerungen gegen Gazi Mustafa Kemal Atatürk öffentliche Empörung auslöst, steht nun wegen eines Skandals um ein gefälschtes Diplom in der Kritik.
Gegen Osmanoğlu wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Vorwurfs der „Urkundenfälschung“ eingeleitet, da er versucht haben soll, ein gefälschtes Diplom zu erstellen. In einem Schreiben des Hochschulrats (YÖK) an die Staatsanwaltschaft wurde mitgeteilt, dass für Osmanoğlu keinerlei Abschluss- oder Immatrikulationsdaten vorliegen.
Wie Halktv.com berichtet, ergaben Prüfungen des YÖK, dass Osmanoğlu gefälschte Dokumente erstellt hatte, um ein Bachelor-Diplom des Fachbereichs Geschichte an der Fakultät für Literatur und Naturwissenschaften der İnönü-Universität zu erhalten. Den Ermittlungsakten zufolge wurde versucht, die Diplomfälschung mittels einer gefälschten elektronischen Signatur im Namen von S.D., dem Leiter der Abteilung für studentische Angelegenheiten der İnönü-Universität, durchzuführen.
Die illegal erstellten Abschlussdaten wurden sogar in das YÖK-System eingepflegt. Die Unregelmäßigkeit flog jedoch während einer Prüfung auf.
OSMANOĞLUS AKTE WURDE ABGETRENNT UND EINER SONDERPRÜFUNG UNTERZOGEN
In dem offiziellen Schreiben des YÖK an die Staatsanwaltschaft wurde klar zum Ausdruck gebracht, dass Abdülhamid Kayıhan Osmanoğlu weder an der İnönü-Universität noch an einer anderen Hochschule jemals eingeschrieben war oder einen Abschluss erlangt hat. Zudem wurde festgestellt, dass über die mit seinem Namen registrierte Telefonnummer mehrfach Abfragen zum Abschlussstatus im System durchgeführt wurden.
Im Rahmen des laufenden Gerichtsverfahrens wurde die Akte von Osmanoğlu von der der anderen Verdächtigen getrennt und einer gesonderten Prüfung unterzogen.
ER MUSS SICH WEGEN DES VERSUCHS EINES GEFÄLSCHTEN GESCHICHTSDIPLOMS VOR GERICHT VERANTWORTEN
Neben den Ermittlungen fielen auch die Angaben in der Biografie auf der persönlichen Website von Osmanoğlu auf. Osmanoğlu behauptet, er sei „eines der größten Opfer der verfälschten Geschichte, die geschrieben wurde, um falsch zu informieren“, und gibt an, er sei in Geschichtskursen mit „schlechten Noten bestraft“ worden, weil er diesen Ansatz nicht übernommen habe. Dieselbe Person muss sich nun wegen des Versuchs, ein gefälschtes Geschichtsdiplom zu erlangen, vor Gericht verantworten.
Nachrichtenquelle: 12punto
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