Ermittlungen zum Angriff auf den Fenerbahçe-Bus in Trabzon: 1 Person inhaftiert
Im Rahmen der Ermittlungen zu dem bewaffneten Angriff auf den Bus der Fußballmannschaft von Fenerbahçe vor 11 Jahren in Trabzon wurden 4 festgenommene Verdächtige dem Gericht vorgeführt. Gegen Yusuf Öksüz wurde Haftbefehl erlassen, während für Hakan Hatipoğlu, Emiral Aygüneş und Özgür Ertürk gerichtliche Auflagen verhängt wurden.
Nach dem Spiel zwischen Fenerbahçe und Çaykur Rizespor in Rize wurde der Bus, der den Fenerbahçe-Tross transportierte, am 4. April 2015 auf dem Weg zum Flughafen Trabzon am Eingang des Viadukts im Stadtteil Soğuksu im Bezirk Sürmene mit einer Schrotflinte beschossen. Bei dem Angriff wurde der Busfahrer Ufuk Kıran verletzt. Nach dem Vorfall leitete die Generalstaatsanwaltschaft Sürmene eine Untersuchung ein. In der ersten Ermittlungsphase wurden Emre A., Nihat S., Murat D., Tayfun K. und Yusuf Ö. aufgrund von Feststellungen am Tatort und in der näheren Umgebung, Beiträgen in sozialen Medien sowie Verbindungen zu der Waffe und Munition, die mutmaßlich bei der Tat verwendet wurden, als Verdächtige geführt. Da jedoch keine ausreichenden Beweise für einen hinreichenden Tatverdacht erbracht werden konnten, stellte die Generalstaatsanwaltschaft Sürmene das Verfahren gegen die Verdächtigen am 4. August 2020 mit der Begründung ein, dass keine Anklage erhoben werden könne.
AKTE ERNEUT GEPRÜFT
Nach der Gründung der 'Abteilung für die Untersuchung ungeklärter Straftaten' innerhalb der Generaldirektion für Strafangelegenheiten des Justizministeriums am 24. April 2026 wurden ungeklärte Fälle erneut bewertet. In diesem Rahmen wurde auch die Akte zum Angriff auf den Fenerbahçe-Tross wieder aufgenommen. Mit einem Bericht der Generalstaatsanwaltschaft Sürmene vom 2. Juni 2026 wurde die Akte an die Generalstaatsanwaltschaft Trabzon übermittelt. Mit Beschluss des 2. Friedensgerichts Trabzon vom 9. Juni 2026 wurde zudem eine Geheimhaltung für die Akte angeordnet.
NEUE HTS- UND FUNKZELLENANALYSEN DURCHGEFÜHRT
Im Rahmen der Ermittlungen wurden neue HTS- (Verbindungsdaten) und Funkzellenanalysen für 6 Basisstationen von 3 verschiedenen Mobilfunkbetreibern durchgeführt. Aufgrund der neu gewonnenen Beweise wurde die Einstellungsverfügung aus dem Jahr 2020 durch einen Beschluss des 1. Friedensgerichts Trabzon vom 17. Juli 2026 aufgehoben. Auch die bei der Informations- und Kommunikationstechnologiebehörde (BTK) angeforderten HTS-Aufzeichnungen, die Daten von Basisstationen zu 54 verschiedenen ID-Nummern enthielten, wurden untersucht. In der Studie wurden die Bewegungen von Personen analysiert, die vor dem Vorfall miteinander in Kontakt standen, deren Kommunikation zum Zeitpunkt des Vorfalls abbrach und die nach dem Vorfall wieder Kontakt aufnahmen. Die Basisstationen, von denen die Spieler im Fenerbahçe-Bus Signale empfingen, wurden ebenfalls als Kriterium in die Analyse einbezogen.
NEUE ERKENNTNISSE ZU FUNKZELLENDATEN
Laut Ermittlungsakte gab Yusuf Ö. in seiner Zeugenaussage vom 5. Juni 2015 an, dass er sich zum Zeitpunkt des Vorfalls zu Hause befunden habe und von dem Angriff durch seinen Bruder erfahren habe. Bei der neuen Untersuchung wurde jedoch festgestellt, dass Yusuf Ö. zum Zeitpunkt des Vorfalls ein Signal von derselben Basisstation empfing wie die Spieler im Fenerbahçe-Bus. Es wurde ermittelt, dass Emiral A., Hakan H. und Özgür E., mit denen Yusuf Ö. unmittelbar vor dem Angriff in Kontakt stand, Funksignale von der Küstenstraße im Bezirk Of empfingen, die auf der Anfahrtsroute des Fenerbahçe-Busses von Rize lag. Es wurde festgestellt, dass Yusuf Ö., Emiral A., Hakan H. und Özgür E. vor und nach dem Vorfall häufig miteinander in Kontakt standen; zudem wurde nachgewiesen, dass Özden Recep K. zum Zeitpunkt des Vorfalls ebenfalls Kontakt zu Hakan H. und Emiral A. hatte. Aufgrund dieser Erkenntnisse wurde gegen 5 Verdächtige ein Haftbefehl erlassen.
Bei den gleichzeitigen Razzien der Teams der Abteilung für Schmuggel- und organisierte Kriminalität der Polizeidirektion Trabzon wurden die Verdächtigen Yusuf Ö., Emiral A., Özgür E. und Hakan H. gefasst und festgenommen.
Die Verdächtigen wurden nach ihrer polizeilichen Vernehmung dem Gericht überstellt. Nach der Anhörung durch den Staatsanwalt wurden die Verdächtigen dem zuständigen Friedensgericht vorgeführt. Es wurde mitgeteilt, dass die Verfahren gegen die 4 Verdächtigen andauern.
Unterdessen laufen die Suchmaßnahmen nach dem flüchtigen Verdächtigen Özden Recep K. weiter.
1 PERSON INHAFTIERT
In den Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft Trabzon zum Angriff auf den Fenerbahçe-Bus wurde gegen Yusuf Öksüz, der wegen versuchten vorsätzlichen Mordes dem Haftrichter vorgeführt wurde, Haftbefehl erlassen; für Hakan Hatipoğlu, Emiral Aygüneş und Özgür Ertürk wurden gerichtliche Auflagen verhängt.
Nachrichtenquelle: 12punto
Meistgelesen
Verletzungsstatus von Osimhen, Lemina und Singo bei Galatasaray bekannt gegeben
Achtung beim Online-Verkauf: Steuerüberwachung ausgeweitet
VAR für das Derby Fenerbahçe gegen Beşiktaş steht fest!
Brücken und Autobahnen werden privatisiert: 15. Juli- und FSM-Brücke ebenfalls auf der Liste
Peugeot-Preisliste für September 2026 steht fest
Regeln im Schengen-Raum ändern sich
Neue Details zur 'Panel'-Operation gegen Anwälte bekannt geworden
Detail zur Gökçek-Ära bei der ABB-Untersuchung
Erste Stellungnahme von Osimhen nach Verletzung im Başakşehir-Spiel
Özlem Şanver: „Er sagte, es wird alles gut, ich habe ihm geglaubt – soll ich etwa Schläge bekommen, nur weil ich mich nicht getrennt habe?“