Erschütternde Aussage im Prozess um 'Ramazan Hoca aus Diyarbakır': 'Ich habe den Mord in meinem Kopf geplant'
Der Prozess gegen den Angeklagten, der beschuldigt wird, Ramazan Pişkin – bekannt als 'Ramazan Hoca' in Fatih – erstochen zu haben, nachdem er ihn angeblich mit jemand anderem verwechselt hatte, wurde fortgesetzt. In seiner Aussage vor Gericht erklärte der Angeklagte: 'Nachdem ich ihn in den sozialen Medien gesehen hatte, habe ich den Mord in meinem Kopf geplant. Ich habe ihn an die Stelle der Menschen gesetzt, die mir Leid zugefügt haben.' Das Gericht lehnte den Antrag ab, ein psychiatrisches Gutachten über den Geisteszustand des Angeklagten einzuholen.
Der Prozess gegen Erkan Baykut (24), der beschuldigt wird, am 31. Januar 2024 in einem Teeladen namens „Diyarbakırlı Ramazan Hoca’nın Yeri“ den als „Ramazan Hoca“ bekannten Ramazan Pişkin erstochen zu haben, wobei er behauptete, ihn mit einer anderen Person verwechselt zu haben, wurde fortgesetzt.
An der Verhandlung vor der 3. Großen Strafkammer in Istanbul nahmen der inhaftierte Angeklagte Erkan Baykut sowie die Anwälte beider Seiten teil.
Der Anwalt des Angeklagten erklärte, er habe die Akte erst kürzlich übernommen und sagte: „Ich beantrage eine Frist für eine ergänzende Verteidigung. Wir beantragen, dass vom Institut für Rechtsmedizin ein Gutachten über den Geisteszustand des Angeklagten erstellt wird. Es ist notwendig, einen Bericht über seinen psychologischen Zustand einzuholen.“
„ICH HABE DEN MORD IN MEINEM KOPF GEPLANT“
Der Angeklagte Baykut äußerte sich in seiner Verteidigung vor Gericht wie folgt: „Nachdem ich ihn zum ersten Mal in den sozialen Medien gesehen hatte, habe ich den Mord in meinem Kopf geplant. Ich hatte das Opfer 4 Monate vor diesem Vorfall in den sozialen Medien gesehen. Einen Monat vor der Tat sah ich ihn in einer Entfernung von 5 Minuten von dem Ort, an dem sich das Geschäft meines Vaters befindet. Ich habe ihn an die Stelle der Menschen gesetzt, die mir Leid zugefügt haben. Ich hielt ihn optisch für diese Person. Ich stand unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. 4-5 Tage vor dem Vorfall ging ich am Laden vorbei, das Opfer war im Laden. Das Messer hatte ich bereits 2 Monate vor der Tat gekauft, um das Opfer zu töten.“
Der Anwalt des Nebenklägers, Akif Eringin, erklärte in seiner Stellungnahme: „Der Angeklagte setzt ein geplantes Szenario um. Er zeigt nicht nur keine Reue gegenüber der Justiz, sondern hat auch jeglichen Respekt verloren. Seine Aussagen sind widersprüchlich. Der Angeklagte hat klar gesagt: 'Ich habe das Messer gekauft und das Opfer geplant getötet'. Er zeigt immer noch keine Reue für den Mord. Wir fordern eine Bestrafung ohne Strafmilderung.“
Antrag auf psychiatrisches Gutachten abgelehnt
Das Gericht verkündete seinen Zwischenbeschluss und lehnte den Antrag auf ein Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin über den Geisteszustand des Angeklagten ab, mit der Begründung, dass die Aussagen des Angeklagten in den Verhandlungen keine Anzeichen für eine psychische Erkrankung erkennen ließen und kein entsprechender Bericht vorliege. Das Gericht gewährte dem Anwalt des Angeklagten eine Frist zur Vorbereitung der Verteidigung zur Sache, ordnete die Fortdauer der Untersuchungshaft an und vertagte die Verhandlung.
AUS DER ANKLAGESCHRIFT
In der von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft erstellten Anklageschrift wird berichtet, dass der Zeuge İbrahim B. bei seiner Aussage angab, er habe sich in der direkt daneben liegenden Apotheke befunden, als er ein Geräusch hörte. Als er die Apotheke verließ, um nachzusehen, habe er einen Mann mit einem Messer in der Hand aus dem Teeladen rennen sehen. Als er anschließend den Teeladen kontrollierte, habe er Ramazan Pişkin verletzt am Boden liegen sehen und daraufhin die Rettungskräfte alarmiert. In der Anklageschrift wird für den Verdächtigen Erkan Baykut wegen des Vorwurfs des „vorsätzlichen Mordes“ eine lebenslange Haftstrafe gefordert.
Nachrichtenquelle: İHA
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