Nach der Inhaftierung des Bürgermeisters der Stadt Istanbul (İBB) und CHP-Präsidentschaftskandidaten Ekrem İmamoğlu sowie seiner Mitarbeiter rief die CHP zum Boykott zahlreicher Marken auf, denen Verbindungen zur Regierung vorgeworfen wurden.
Eine der boykottierten Firmen war die Kaffeekette EspressoLab. EspressoLab, das insbesondere in den sozialen Medien verstärkt mit Boykottaufrufen konfrontiert war, ist nun aktiv geworden.
Das Unternehmen hat Schadensersatzklagen gegen zahlreiche Personen eingereicht, darunter der ehemalige CHP-Abgeordnete Hüseyin Aygün und der Grafikdesigner Mahir Akkoyun.
Mahir Akkoyun teilte dazu mit: "EspressoLab hat eine Schadensersatzklage über 200.000 TL wegen materieller und immaterieller Schäden gegen mich eingereicht." Hüseyin Aygün erklärte: "EspressoLab hat Klage eingereicht und fordert Schadensersatz, weil ich nach dem 19. März in den sozialen Medien zum Boykott aufgerufen habe."
EspressoLab begründete dies wie folgt: "Der Markenwert der Mandantin wurde nicht nur geschmälert, sondern durch den Aufruf zum Boykott seitens des Kontoinhabers wurde versucht, Massen zu mobilisieren, um nicht nur das Geschäftsleben der Mandantin zu stören, sondern auch deren Persönlichkeitsrechte zu verletzen."
Nachrichtenquelle: 12punto