Der Fall Narin Güran vor der Klärung: Wie ist der Stand vor der Verhandlung am 26. Dezember?
Kritische Phase im Prozess um die Ermordung der 8-jährigen Narin Güran in Diyarbakır. Bei der Verhandlung am 26. Dezember wird die Urteilsverkündung gegen die Verdächtigen erwartet.
Im Prozess um die grausame Ermordung der 8-jährigen Narin Güran in Diyarbakır steht eine entscheidende Schwelle bevor. Für die inhaftierten Angeklagten, die Mutter Yüksel Güran, den Onkel Salim Güran, den Bruder Enes Güran sowie den Nachbarn Nevzat Bahtiyar, wird am 26. Dezember das Urteil erwartet. Ihnen wird "gemeinschaftlicher vorsätzlicher Mord an einem Kind" vorgeworfen, wofür die Staatsanwaltschaft lebenslange Haftstrafen unter erschwerten Bedingungen fordert.
WIE KAM DER MORD ANS LICHT?
Narin Güran, die am 21. August ihr Zuhause verlassen hatte, um den Koranunterricht zu besuchen, und seitdem als vermisst galt, wurde am 18. Tag der Suchmaßnahmen im Eğertutmaz-Bach, zwei Kilometer vom Stadtteil Tavşantepe entfernt, tot aufgefunden. Die Obduktion ergab, dass das Kind erstickte, nachdem Mund und Nase zugehalten und Druck auf den Hals ausgeübt worden war.

ERMITTLUNGS- UND PROZESSVERLAUF
Im Rahmen der von der Generalstaatsanwaltschaft Diyarbakır eingeleiteten Ermittlungen wurden insgesamt 12 Verdächtige festgenommen, darunter die Mutter Yüksel Güran, der Bruder Enes Güran, der Onkel Salim Güran und der Nachbar Nevzat Bahtiyar. Während für die vier Hauptangeklagten eine lebenslange Haftstrafe unter erschwerten Bedingungen wegen vorsätzlichen Mordes an einem Kind gefordert wird, wurde für die anderen 8 Verdächtigen eine separate Anklageschrift erstellt.
Der erste Verhandlungstag fand am 7. November vor dem 8. Schwurgericht in Diyarbakır statt und wurde auf den 26. Dezember vertagt, um weitere Beweise zu sammeln und das Plädoyer der Staatsanwaltschaft entgegenzunehmen.

PLÄDOYER DER STAATSANWALTSCHAFT: KEINE STRAFMILDERUNG
In dem 14-seitigen Plädoyer der Staatsanwaltschaft wurde für die inhaftierten Angeklagten die Höchststrafe wegen "gemeinschaftlichen vorsätzlichen Mordes an einem Kind" gefordert. In dem Plädoyer wurde explizit darauf hingewiesen: "Es soll keine Strafmilderung gewährt werden."
Die Staatsanwaltschaft beantragte, die Mutter Yüksel Güran und den Bruder Enes Güran gemäß den Artikeln 82/1-d und 82/1-e des türkischen Strafgesetzbuches (TCK) sowie den Onkel Salim Güran und Nevzat Bahtiyar gemäß Artikel 82/1-e des TCK zu lebenslanger Haft unter erschwerten Bedingungen zu verurteilen.

PROZESS AM 26. DEZEMBER
Es wird erwartet, dass das Gericht am Ende der dreitägigen Verhandlung sein Urteil verkündet. Während die Suche nach Gerechtigkeit anhält, verfolgt die Öffentlichkeit den fairen und unparteiischen Justizprozess aufmerksam.
Nachrichtenquelle: 12punto
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