Freispruch für Adnan Oktar: Auffällige Verteidigung vor Gericht
In dem Prozess gegen 16 Angeklagte, darunter Adnan Oktar, hat das Gericht alle Angeklagten von den Vorwürfen der „Schmuggelei“ und der „Urkundenfälschung“ freigesprochen.
Vor dem 1. Schwurgericht von Istanbul-Anatolien wurde ein wichtiges Urteil in Bezug auf die als „Adnan-Oktar-Verbrecherorganisation“ bekannte Gruppierung gefällt.
Nachdem das Istanbuler Regionalgericht (Berufungsinstanz) das frühere Urteil in Bezug auf einige Straftatbestände aufgehoben hatte, wurde das Verfahren gegen Oktar und 15 weitere Angeklagte neu aufgerollt.
An der Verhandlung nahmen die Angeklagten, darunter Adnan Oktar, sowie ihre Anwälte teil. Einige Angeklagte wurden per SEGBİS (Audio- und Video-Informationssystem) zugeschaltet. Den Angeklagten waren in dem Verfahren „Urkundenfälschung“, „Beschädigung oder Vernichtung offizieller Dokumente“, „Schmuggelei“, „qualifizierter Betrug“ und „Geldwäsche“ vorgeworfen worden.
STAATSANWALTSCHAFT HATTE ABTRENNUNG DES VERFAHRENS GEFORDERT
In ihrem Plädoyer hatte die Staatsanwaltschaft gefordert, die Vorwürfe der „Schmuggelei“ und der „Urkundenfälschung“ von den anderen Straftaten abzutrennen und im Rahmen dieses Verfahrens zu behandeln. Nach der Neuverhandlung verkündete das Gericht sein Urteil zu den genannten Vorwürfen.
„DIE LIEBE DER FRAUEN ZU MIR WURDE BENEIDET“
In seiner Verteidigung vor Gericht äußerte sich Adnan Oktar ungewöhnlich. Oktar sagte: „Es gibt Hunderte von Mahdi-Kandidaten in der Türkei. Sie glauben, dass ich eines Tages verkünden werde, der Mahdi zu sein. Aber wenn der Mahdi ins Gefängnis geht, wird er nur noch stärker.“
Oktar fuhr fort:
„Wenn Sie mich beauftragen, kann ich den Frieden zwischen Israel und Palästina sichern.“
„Ich würde die Frauenmorde stoppen. Jeden Tag werden wunderschöne Frauen ermordet.“
„Es gibt ein großes Problem mit der Liebe in der Türkei. Die Regierung kann diese Liebe nicht herstellen. Ich habe gezeigt, dass auch Menschen, die dekolletiert tragen, tanzen und fröhlich sind, Muslime sein können. Die Liebe der Frauen zu mir wurde sehr beneidet.“
Das Gericht sprach Adnan Oktar und 13 weitere Angeklagte von den Vorwürfen der „Schmuggelei“ und der „Urkundenfälschung“ frei. Als Begründung wurde angeführt, dass die den Angeklagten zur Last gelegten Handlungen gesetzlich nicht als Straftat definiert seien.
Für die verbleibenden 3 Angeklagten wurde der Freispruch mit der Begründung erteilt, dass „die gesetzlichen Tatbestandsmerkmale der vorgeworfenen Straftat nicht erfüllt seien“.
Nachrichtenquelle: İHA
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