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15 Angeklagte im Fall Narin Güran erneut vor Gericht

Im Prozess um den Tod der achtjährigen Narin Güran in Diyarbakır, deren Leiche 19 Tage nach ihrem Verschwinden gefunden wurde, standen 15 Angeklagte, darunter sechs Inhaftierte, zum zweiten Mal vor Gericht. Der Fall, der in der Öffentlichkeit für großes Aufsehen gesorgt hat, wird wegen des Vorwurfs der Strafvereitelung weiter verhandelt.

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15 Angeklagte im Fall Narin Güran erneut vor Gericht

Im ländlichen Raum des Bezirks Bağlar in Diyarbakır hat die zweite Anhörung im Prozess um den Tod der 8-jährigen Narin Güran begonnen, deren lebloser Körper 19 Tage nach ihrem Verschwinden in einem Sack in einem Bachbett gefunden wurde.

Die insgesamt 15 Angeklagten, von denen sich 6 in Untersuchungshaft befinden, müssen sich vor dem 17. Strafgericht erster Instanz wegen „Strafvereitelung“ verantworten und setzen ihre Verteidigung unter Anhörung von Zeugenaussagen fort.

15 Angeklagte im Fall Narin Güran erneut vor Gericht

Der Prozess gegen die 15 Angeklagten, denen jeweils Freiheitsstrafen von 6 Monaten bis zu 5 Jahren drohen, begann vor dem 17. Strafgericht erster Instanz mit der Vernehmung von Zeugen.

15 Angeklagte im Fall Narin Güran erneut vor Gericht

DER MORD AN NARİN GÜRAN

Nachdem Narin Güran am 21. August 2024 im Dorf Tavşantepe im Bezirk Bağlar verschwunden war, wurde ihr lebloser Körper am 19. Tag der Sucharbeiten in einem Sack in einem Bachbett gefunden, bedeckt mit Steinen und versteckt unter Gebüsch. In diesem Zusammenhang wurde vor dem 8. Schwurgericht in Diyarbakır ein Verfahren gegen 4 Personen eingeleitet.

15 Angeklagte im Fall Narin Güran erneut vor Gericht

Gegen ihren Onkel Salim Güran, in dessen Fahrzeug DNA- und Haarproben von Narin gefunden wurden, ihre Mutter Yüksel Güran, ihren Bruder Enes Güran sowie den Nachbarn Nevzat Bahtiyar, der nach seiner Festnahme gestand, den Körper zum Bachbett transportiert zu haben, wurde wegen „gemeinschaftlichen vorsätzlichen Mordes an einem Kind“ eine lebenslange Haftstrafe gefordert.

In der zweiten Anhörung des Prozesses am 28. Dezember wurden Salim Güran, Enes Güran und Yüksel Güran wegen „gemeinschaftlichen vorsätzlichen Mordes an einem Kind“ zu lebenslanger Haft verurteilt, während Nevzat Bahtiyar wegen „Vernichtung, Verbergung oder Veränderung von Beweismitteln“ zu 4 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt wurde.

15 Angeklagte im Fall Narin Güran erneut vor Gericht

ZWEI SEPARATE ANKLAGESCHRIFTEN GEGEN 15 ANGEKLAGTE

Die Generalstaatsanwaltschaft Diyarbakır hat zudem Anklage wegen „Strafvereitelung“ vor dem 17. Strafgericht erster Instanz gegen die Inhaftierten Birsen Güran, Fuat Güran, Maşallah Güran, Mehmet Selim Atasoy (ein Mitarbeiter von Salim Güran), Mehmet Şevket Kaya und Muhammed Kaya sowie gegen die nicht inhaftierten Verdächtigen Şeyma Kaya, Hediye Güran, İbrahim Halil Güran, Barış Güran, Kurtuluş Güran und Ömer Faruk Güran erhoben. Die Anklageschrift gegen die nicht inhaftierten, strafmündigen Jugendlichen M.G. (15), İ.K. (16) und R.A. (15) wegen „Strafvereitelung“ wurde vom 2. Jugendgericht Diyarbakır angenommen. Im weiteren Verlauf wurden die beiden Verfahrensakten zusammengelegt.

15 Angeklagte im Fall Narin Güran erneut vor Gericht

VORSITZENDER RICHTER BEI HSK ANGEZEIGT

Die erste Anhörung, in der sich die Angeklagten vor dem 17. Strafgericht erster Instanz verantworten mussten, fand am 14. April statt. Die Anwälte des Ministeriums für Familie und soziale Dienste sowie des Vereins zur Bekämpfung von Kindesmissbrauch (UCİM) beantragten die Nebenklage. Die Anwälte der Angeklagten forderten die Ablehnung dieser Anträge. Der Richter prüfte die Anträge und ließ die Nebenklage zu. Zudem wies der Richter den Befangenheitsantrag der Verteidigung gegen ihn zurück. Nach den Plädoyers forderten die Anwälte der Angeklagten die Freilassung und den Freispruch ihrer Mandanten. Das Gericht ordnete die Fortdauer der Untersuchungshaft für die inhaftierten Angeklagten an und vertagte die Verhandlung auf den 25. April.

Nach der Anhörung zeigten die Anwälte der Angeklagten den vorsitzenden Richter am 17. April beim Rat der Richter und Staatsanwälte (HSK) an. In der Beschwerde wurde geltend gemacht, dass die Verteidigung begonnen habe, ohne die Angeklagten über ihr Schweigerecht und andere Rechte zu belehren und ohne dass die Anklageschrift durch den Staatsanwalt verlesen worden sei. Zudem wurde kritisiert, dass ein fachfremder Verein als Nebenkläger zugelassen wurde und dass die gesetzliche Mindeststrafe für das den Angeklagten vorgeworfene Delikt 6 Monate betrage, die Dauer der Untersuchungshaft jedoch bereits 7 Monate überschritten habe. Es wurde die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen den Richter gefordert.


Nachrichtenquelle : 12punto

Narin Güran