Aufsehenerregende Behauptung in Ankara: Demirtaş, Kavala und Can Atalay kommen frei!
Nach der 23.-April-Botschaft des Chefberaters des Präsidenten, Mehmet Uçum, und dem Treffen zwischen dem Justizministerium und der DEM-Partei sorgen brisante Informationen aus den politischen Kulissen für Aufsehen. Es wird darauf hingewiesen, dass mit der Auflösung der PKK eine Neuregelung des Strafvollzugs bevorsteht. Gleichzeitig werde der Weg für die Freilassung von Kavala, Demirtaş und Atalay geebnet.
Der Nefes-Autor Aytunç Erkin wies in seiner heutigen Kolumne auf markante Abschnitte in dem Social-Media-Beitrag des Chefberaters des Präsidenten, Mehmet Uçum, hin, den dieser am 23. April unter dem Titel „Das Erste Parlament und der Übergang in eine Türkei ohne Terror“ veröffentlicht hatte.
Erkin verwies zudem auf das gestrige Treffen zwischen dem Justizministerium und der DEM-Partei und berichtete über den aktuellen Stand der Diskussionen in den politischen Kulissen.
Die wichtigsten Punkte aus Aytunç Erkins Artikel:
Wenn wir die Erklärungen von Mehmet Uçum und der DEM-Delegation bewerten, gibt es Gemeinsamkeiten. Werfen wir einen Blick auf die Behauptungen in den Korridoren von Ankara:
- Es wird darauf hingewiesen, dass ein Meinungsaustausch darüber stattgefunden habe, dass insbesondere die Erklärungen der DEM den Prozess zeitweise erschwerten und dass eine zurückhaltendere Kommunikation seitens der Verantwortlichen den Prozess erleichtern würde.
- Es wird die Auffassung vertreten, dass eine zu starke öffentliche Präsenz dem Prozess nicht diene, sondern im Gegenteil provokative Umgebungen schaffen und somit dem Prozess schaden könne; insbesondere die DEM-Seite müsse hierbei vorsichtiger agieren.
- Es wird unterstrichen, dass das Regierungslager nach Erzielung von Ergebnissen in der Frage einer Türkei ohne Terror Schritte in Richtung Demokratisierung unternehmen werde. Umfassende Änderungen im Strafvollzugsrecht seien möglich, die alle Gefangenen mit Ausnahme derjenigen einschließen könnten, deren Taten gesellschaftlichen Schaden und Empörung hervorgerufen haben. In diesem Rahmen könnte der Weg für die Freilassung von Osman Kavala, Selahattin Demirtaş und Can Atalay geebnet werden.
- Die Behauptung von Yıldıray Oğur, der am 23. April auf serbestiyet.com schrieb, wird als gewichtig eingestuft: „Der Auflösungskongress der PKK wird wahrscheinlich an diesem Wochenende stattfinden. Die stärkste Vermutung ist Sonntag, der 27. April. Wahrscheinlich wird er nicht in den Höhlen von Kandil, sondern an einem bewohnten Ort in Sulaymaniyah abgehalten. Und wir werden das Datum der Kongressankündigung aus Sicherheitsgründen nicht erfahren. Wir werden erst von der Nachricht hören, dass der Kongress stattgefunden hat.“
- Die DEM-Seite erklärt: „Die PKK ist der Ansicht, dass Kommunikationsmöglichkeiten geschaffen werden müssen, damit Öcalan den Kongress steuern kann. Es gibt technische Möglichkeiten, die Öcalan eine Kommunikation ermöglichen würden, und es wird daran gearbeitet, dies umzusetzen.“
- Es wird betont, dass der Staat entschlossen sei, alle Möglichkeiten auszuschöpfen und alles Notwendige für eine Türkei ohne Terror (die Entscheidung zur Auflösung) zu tun.
- Es wird darauf hingewiesen, dass der Staat nach Abschluss aller Phasen der laufenden staatlichen Initiative, also des Prozesses für eine Türkei ohne Terror, Schritte in Bereichen wie dem „Recht auf Hoffnung“, der Strafvollzugsreform und einer neuen Verfassung unternehmen werde und dass die Infrastruktur hierfür vorbereitet werde. Zudem wird hervorgehoben, dass die vor vier Tagen in den Medien verbreitete Nachricht über ein „3-plus-1-Haus“ auf Imralı nicht dementiert wurde.
Nachrichtenquelle : 12punto
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